Source: Destatis Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung Nr. 009 vom 7. Januar 2022
- Mobilität an Heiligabend und Silvester leicht über dem Vorkrisenniveau, an den Weihnachtsfeiertagen und zwischen den Jahren aber niedriger
- Zu Weihnachten 2021 wieder mehr Reisen über längere Distanzen als 2020
- Geringe Passantenfrequenzen in Innenstädten in der Vorweihnachtszeit
WIESBADEN – Trotz hoher Infektionszahlen und Warnungen vor der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus waren die Menschen in Deutschland an Heiligabend und Silvester 2021 etwas mehr unterwegs als im Vor-Corona-Jahr 2019. Die Mobilität lag an beiden Tagen deutlich über dem Niveau des Jahres 2020. Dies geht aus einer Sonderauswertung experimenteller Daten hervor, mit denen das Statistische Bundesamt (Destatis) Mobilitätsveränderungen in der Corona-Pandemie abbildet. So lag die bundesweite Mobilität am 24. Dezember 2021 um 2 % höher als an Heiligabend 2019. Am 24. Dezember 2020 waren die Menschen dagegen 14 % weniger mobil als an Heiligabend 2019. An Silvester 2021 lag die Mobilität 6 % über dem Vorkrisenniveau, während sie an Silvester 2020 noch 16 % niedriger als 2019 gelegen hatte. Im gesamten Dezember und an den Weihnachtsfeiertagen 2021 war die Mobilität der Bevölkerung jedoch insgesamt geringer als in der pandemiefreien Weihnachtszeit 2019.
Im gesamten Dezember 2021 lag die bundesweite Mobilität 3 % unter dem Referenzwert des Vorkrisenjahres 2019. Im Vergleich zum Dezember 2020 waren die Menschen damit aber wieder deutlich mobiler: Damals waren 20 % weniger Bewegungen als 2019 verzeichnet worden. An den Weihnachtsfeiertagen und zwischen den Jahren ging die Mobilität allerdings auch im Jahr 2021 deutlich zurück. So war die Mobilität 2021 zwischen dem 23. und 31. Dezember 13 % geringer als 2019 (2020: 27 % weniger Mobilität als im Vergleichszeitraum 2019).
Längere Distanzen an den Weihnachtsfeiertagen in 2021 wieder häufiger
Vor allem auf längeren Distanzen waren die Menschen in Deutschland in der Zeit vom 23. bis 31. Dezember 2021 wieder häufiger unterwegs als noch 2020. So wurden lediglich 11 % beziehungsweise 10 % weniger Bewegungen auf Distanzen zwischen 5 und 30 Kilometern sowie ab 30 Kilometern zurückgelegt als im Jahr 2019. Bei kurzen Distanzen unter 5 Kilometern betrug der Rückgang 15 %. Dies war eine klare Trendwende gegenüber 2020, als in der Zeit vom 23. Dezember bis zum Jahresende vor allem auf längere Fahrten verzichtet worden war. Der Mobilitätsrückgang hatte damals bei weiten Distanzen ab 30 Kilometern bei 41 % gegenüber 2019 gelegen, bei Distanzen von 5 bis unter 30 Kilometern bei 35 % und bei Distanzen unter 5 Kilometern bei 19 %.
