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Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2021

Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2021

Source: Destatis Statistisches Bundesamt

Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort – Wirtschaftsleistung noch 1,1 % unter Vorkrisenniveau

Pressemitteilung Nr. 532 vom 25. November 2021

Bruttoinlandsprodukt, 3. Quartal 2021
1,7 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
2,5 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
2,5 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt) 

WIESBADEN – Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 3. Quartal 2021 gegenüber dem 2. Quartal 2021 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 1,7 % gestiegen. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft im Sommer weiter fort, nachdem das BIP im 2. Quartal 2021 bereits um 2,0 % gewachsen war (revidiertes Ergebnis nach neuesten Berechnungen). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fiel der Zuwachs im 3. Quartal 2021 um 0,1 Prozentpunkte niedriger aus als in der Schnellmeldung am 29. Oktober 2021 berichtet. Gegenüber dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, war die Wirtschaftsleistung noch 1,1 % geringer.

Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt (saison- und kalenderbereinigte Werte nach X13)
Veränderung gegenüber dem Vorquartal in Prozent
2020 2021
Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
-1,8 -10,0 9,0 0,7 -1,9 2,0 1,7

Private Konsumausgaben stützen Wachstum

Nachdem im 2. Quartal 2021 die inländische Nachfrage in fast allen Bereichen kräftige Zuwächse verzeichnete, traf dies im 3. Quartal 2021 lediglich für den privaten Konsum zu: Dieser stieg mit +6,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) deutlich gegenüber dem Vorquartal. Der Staat reduzierte hingegen seine Konsumausgaben um 2,2 %. Im 3. Quartal 2021 wurde auch weniger investiert als im 2. Quartal: Die Investitionen in Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – sanken preis-, saison- und kalenderbereinigt um 3,7 %, die Bauinvestitionen um 2,3 %.

Der Handel mit dem Ausland nahm im Vorquartalsvergleich ab: Im 3. Quartal 2021 wurden preis-, saison- und kalenderbereinigt 1,0 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 2. Quartal 2021. Die Importe sanken im Vorquartalsvergleich mit 0,6 % insgesamt etwas weniger, da den ersten Berechnungen zufolge deutlich mehr Dienstleistungen importiert wurden als im Vorquartal.

Bruttowertschöpfung in Dienstleistungsbereichen im Plus, in der Industrie im Minus

Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im 3. Quartal 2021 um 1,9 %. Dabei zeigte sich bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche ein zweigeteiltes Bild: Während die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe (-2,2 %) und im Baugewerbe (-1,2 %) gegenüber dem 2. Quartal 2021 zurückging, gab es in den meisten Dienstleistungsbereichen deutliche Anzeichen einer Erholung. Vor allem die Bruttowertschöpfung im Bereich Sonstige Dienstleister, zu dem unter anderem die Bereiche Unterhaltung und Erholung zählen, nahm mit +13,5 % merklich zu. Auch die Bereiche Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+5,3 %), Unternehmensdienstleister (+3,4 %) sowie Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+3,1 %) verzeichneten kräftige Zuwächse.

Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Vorjahresvergleich

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 3. Quartal 2021 preisbereinigt um 2,5 % höher als im 3. Quartal 2020 (auch preis- und kalenderbereinigt). Der Aufholprozess nach den historischen Rückgängen 2020 setzte sich somit abgeschwächt fort: Im 2. Quartal war das BIP im Vorjahresvergleich zweistellig um revidiert 10,4 % gestiegen.

Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent
2020 2021
Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
-1,5 -11,3 -3,6 -1,9 -3,2 10,4 2,5

In- und ausländische Nachfrage über Vorjahresniveau, Ausrüstungsinvestitionen rückläufig

Im Vorjahresvergleich legte die inländische Nachfrage im 3. Quartal 2021 nochmals zu, auch wenn kräftige Preisanstiege, unter anderem aufgrund des vorübergehend reduzierten Mehrwertsteuersatzes im 2. Halbjahr 2020, die Aufholeffekte dämpften: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 1,6 %, die staatlichen Konsumausgaben um 2,2 % höher als vor einem Jahr. Vor allem für Reisen gaben die Menschen wieder deutlich mehr aus. Auch die Bauinvestitionen verzeichneten einen Zuwachs von 2,0 %, insbesondere in Wohnbauten wurde deutlich mehr investiert. Die Investitionen in Ausrüstungen gingen dagegen um 1,9 % zurück. 

Der Handel mit dem Ausland nahm im Vergleich zum Vorjahr zu: Im 3. Quartal 2021 wurden preisbereinigt 5,5 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland exportiert als im Vorjahresquartal. Die Importe nahmen im selben Zeitraum mit +8,9 % noch stärker zu. Dafür sorgten vor allem die stark gestiegenen Dienstleistungsimporte, insbesondere die Reiseausgaben der privaten Haushalte im Ausland. 

Bruttowertschöpfung im Vorjahresvergleich in fast allen Wirtschaftsbereichen gestiegen

Die Wirtschaftsleistung nahm im 3. Quartal 2021 gegenüber dem 3. Quartal 2020 in fast allen Wirtschaftsbereichen zu. Die Erholung aus dem 2. Quartal hat sich aber in den meisten Bereichen deutlich abgeflacht. Den größten Anstieg der preisbereinigten Bruttowertschöpfung gab es mit +6,1 % bei den Unternehmensdienstleistern. Auch in den Bereichen Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,9 %) und Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+2,8 %) ging es weiter aufwärts, wobei das Plus in den Teilbereichen Gastgewerbe und Verkehr im Vorjahresvergleich noch deutlicher ausfiel. Im Baugewerbe (+3,5 %) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (+2,6 %) nahm die Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorjahresquartal ebenfalls zu. 

Insgesamt lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im 3. Quartal 2021 um 2,6 % über dem Niveau des 3. Quartals 2020. 

Erwerbstätigenzahl gestiegen, aber noch unter Vorkrisenniveau

Die Wirtschaftsleistung wurde im 3. Quartal 2021 von rund 45,1 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Damit stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum 3. Quartal 2020 um 267 000 Personen beziehungsweise 0,6 %. Sie liegt zwar weiterhin unter dem Vorkrisenniveau, es ist aber ein deutlicher Aufwärtstrend der Erwerbstätigkeit zu erkennen (siehe Pressemitteilung 524/21 vom 16. November 2021).

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person erhöhte sich nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 3. Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,8 %. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,4 %. Diese Entwicklung geht mit dem starken Rückgang im Vorjahresquartal einher (sogenannter Basiseffekt). Zudem zeigt sich hier die sinkende Inanspruchnahme von Kurzarbeit, die sich zwar nicht in der Zahl der Erwerbstätigen, aber in der Zahl der geleisteten Arbeitsstunden niederschlägt.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – nahm nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,1 % zu. Je Erwerbstätigen war sie um 1,9 % höher als im 3. Quartal 2020. 

Sparquote im Vorjahresvergleich rückläufig

In jeweiligen Preisen gerechnet war das BIP im 3. Quartal 2021 um 7,1 % und das Bruttonationaleinkommen um 7,6 % höher als ein Jahr zuvor. Der Unterschied zum preisbereinigten BIP erklärt sich vor allem durch starke Preissteigerungen, die zum Teil auf den niedrigeren Mehrwertsteuersatz im 3. Quartal 2020 zurückzuführen sind. Das Volkseinkommen stieg um 6,8 %. Während das Arbeitnehmerentgelt um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr anstieg, verzeichneten die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach ersten vorläufigen Berechnungen ein starkes Plus von 12,8 %. Im Vorjahresquartal war das Arbeitnehmerentgelt mit -0,7 % allerdings auch deutlich schwächer zurückgegangen als die Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit -7,4 %. 

Die durchschnittlichen Brutto- sowie Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer nahmen merklich um jeweils 3,8 % zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den starken Rückgang der Kurzarbeit zurückzuführen. Bei gleichzeitig deutlichem Anstieg der Erwerbstätigkeit stiegen die Brutto- sowie die Nettolöhne und -gehälter insgesamt im 3. Quartal 2021 sogar um 4,6 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte war 2,7 % höher als vor einem Jahr. Die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen stiegen gleichzeitig um 5,5 %. Die im Verhältnis zum Anstieg des verfügbaren Einkommens stärkere Ausweitung der privaten Konsumausgaben führte dazu, dass die privaten Haushalte nun weniger sparten als im Vorjahresquartal. Nach vorläufigen Berechnungen ergibt sich für das 3. Quartal 2021 eine Sparquote von 10,7 %, nach 16,3 % im Vorquartal und 13,1 % im 3. Quartal 2020. Damit liegt die Sparneigung trotz des Rückgangs noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. 

Internationaler und europäischer Vergleich

In den anderen großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) hat die Wirtschaft im 3. Quartal 2021 noch etwas stärker zugelegt als in Deutschland: So stieg das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im Vergleich zum 2. Quartal 2021 in Frankreich um 3,0 %, in Italien um 2,6 % und in Spanien um 2,0 %. Für die EU insgesamt meldete das europäische Statistikamt Eurostat nach vorläufigen Berechnungen einen BIP-Anstieg um 2,1 % gegenüber dem Vorquartal. Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten wuchs im 3. Quartal 2021 dagegen mit umgerechnet +0,5 % weniger stark als das deutsche BIP (+1,7 %).

Auch im Vorjahresvergleich liegen die BIP-Wachstumsraten der meisten EU-Mitgliedstaaten höher als in Deutschland. Italien (+3,8 %), Frankreich (+3,3 %) und Spanien (+2,7 %) verzeichneten jeweils ein stärkeres preis-, saison- und kalenderbereinigtes Wirtschaftswachstum im Vergleich zum 3. Quartal 2020 als Deutschland (+2,6 %). Für die EU insgesamt gab Eurostat ein vorläufiges Ergebnis von +3,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal bekannt. Die Vereinigten Staaten meldeten einen Anstieg des BIP von 4,9 %.

Bruttoinlandsprodukt, preis-, saison- und kalenderbereinigt 3. Quartal 2021
Veränderung in %
USA Euroraum EU27 Frankreich Italien Spanien Deutschland
Vorquartal: Veränderung gegenüber dem 2. Quartal 2021;
Vorjahresquartal: Veränderung gegenüber dem 3. Quartal 2020.
Vorquartal 0,5 2,2 2,1 3,0 2,6 2,0 1,7
Vorjahresquartal 4,9 3,7 3,9 3,3 3,8 2,7 2,6

Ein detaillierter Vergleich der Wachstumsraten der EU-Mitgliedstaaten ist im Webangebot des Statistischen Bundesamtes „Europa in Zahlen“ verfügbar.

Revision der bisherigen Ergebnisse und methodische Hinweise

Die größeren Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie können zu stärkeren Revisionen als sonst üblich führen. Das gilt insbesondere für die saison- und kalenderbereinigten Quartalswerte. Mit der Berechnung der ausführlichen Ergebnisse hat das Statistische Bundesamt auch das Bruttoinlandsprodukt der ersten drei Quartale 2021 überarbeitet. Mit den seit der Schnellmeldung am 29. Oktober 2021 neu verfügbaren statistischen Informationen ergaben sich dabei für das Bruttoinlandsprodukt geringfügige Änderungen der bisherigen Ergebnisse um 0,1 Prozentpunkte. Detailliertere Angaben zu den Neuberechnungen enthält die Tabelle „Alt-Neu-Vergleich“ in dieser Pressemitteilung.

Über die turnusmäßigen Änderungen hinaus wurden für die Jahre 2019 und 2020 Korrekturen auf der Entstehungsseite des Inlandsprodukts, und hier vor allem im Verarbeitenden Gewerbe vorgenommen. Anlass waren fehlerhaft verarbeitete Daten bei der Berechnung der Ergebnisse nach Wirtschaftsbereichen für das Berichtsjahr 2019 im Rahmen der diesjährigen Sommerrechnung. Das Bruttoinlandsprodukt insgesamt ist von diesen Korrekturen nicht betroffen.

Bruttoinlandsprodukt
  Ursprungswerte Werte nach X13, preisbereinigt
In jeweiligen Preisen Preisbereinigt Saison- und kalenderbereinigt Kalenderbereinigt
Mrd. EUR % 1 2015 = 100 % 1 2015 = 100 % 2 % 1 3
1 Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorjahresquartal.
2 Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorquartal.
3 Für Jahre sind die kalenderbereinigten Werte gleich den saison– und kalenderbereinigten Werten (ausgenommen Rundungsdifferenzen).
Q = Quartal
2019 3 473,35 3,1 107,23 1,1 107,40 1,1 1,1
2020 3 367,56 -3,0 102,33 -4,6 102,12 -4,9 -4,9

2019

Q1 852,62 3,4 106,79 1,5 107,60 1,1 1,6
Q2 852,19 2,2 105,79 0,1 107,07 -0,5 0,5
Q3 876,75 4,0 108,08 1,8 107,51 0,4 1,3
Q4 891,79 2,9 108,24 0,7 107,43 -0,1 0,9
2020 Q1 859,81 0,8 105,17 -1,5 105,54 -1,8 -1,9
Q2 774,06 -9,2 93,80 -11,3 94,99 -10,0 -11,3
Q3 853,38 -2,7 104,20 -3,6 103,58 9,0 -3,7
Q4 880,31 -1,3 106,17 -1,9 104,35 0,7 -2,9
2021 Q1 847,11 -1,5 101,79 -3,2 102,40 -1,9 -2,9
Q2 863,22 11,5 103,56 10,4 104,47 2,0 10,0
Q3 913,79 7,1 106,82 2,5 106,24 1,7 2,5
Alt-Neu-Vergleich Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt
Neues Ergebnis Bisheriges Ergebnis Differenz
Saison- und kalender-
bereinigte Werte
nach X13
Ursprungs-
werte 
Saison- und kalender-
bereinigte Werte
nach X13
Ursprungs-
werte 
Saison- und kalender-
bereinigte Werte
nach X13
Ursprungs-
werte 
1 Saison- und kalenderbereinigte Werte: Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorquartal;
Ursprungswerte: Veränderung gegenüber Vorjahr beziehungsweise dem Vorjahresquartal.
Q = Quartal
  Veränderung in % 1 in Prozentpunkten
2021 Q1 -1,9 -3,2 -1,9 -3,2 0,0 0,0
Q2 2,0 10,4 1,9 10,3 0,1 0,1
Q3 1,7 2,5 1,8 2,5 -0,1 0,0
Verwendung des Bruttoinlandsprodukts
Ursprungswerte 
2020 2021
Jahr Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
1 Einschließlich Nettozugang an Wertsachen sowie der statistischen Differenz zwischen Entstehungs- und Verwendungsrechnung.
In jeweiligen Preisen
Mrd. EUR
Konsumausgaben 2 462,553  627,929  641,375  594,459  623,368  665,305
Private Konsumausgaben 1 707,978  441,600  435,929  403,358  426,950  465,748
Konsumausgaben des Staates  754,575  186,329  205,446  191,101  196,418  199,557
Bruttoinvestitionen  712,206  175,203  179,048  193,173  189,995  211,723
Bruttoanlageinvestitionen  735,869  186,102  198,475  174,923  198,432  200,851
Bauinvestitionen  380,064  98,602  94,289  89,681  107,071  112,731
Ausrüstungsinvestitionen  216,903  53,748  64,959  52,305  57,471  53,701
Sonstige Anlagen  138,902  33,752  39,227  32,937  33,890  34,419
Vorratsveränderungen 1 – 23,663 – 10,899 – 19,427  18,250 – 8,437  10,872
Inländische Verwendung 3 174,759  803,132  820,423  787,632  813,363  877,028
Exporte 1 462,090  364,953  391,671  396,833  408,966  412,696
Importe 1 269,289  314,705  331,784  337,355  359,109  375,934
Bruttoinlandsprodukt 3 367,560  853,380  880,310  847,110  863,220  913,790
Preisbereinigt
Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in %
Konsumausgaben -3,2 -1,3 -2,9 -5,8 6,3 1,8
Private Konsumausgaben -5,9 -3,4 -5,7 -9,2 6,5 1,6
Konsumausgaben des Staates 3,5 4,0 4,2 2,4 6,0 2,2
Bruttoinvestitionen -6,4 -11,4 -4,5 0,2 11,0 10,7
Bruttoanlageinvestitionen -2,2 -3,1 1,5 -1,1 8,6 0,7
Bauinvestitionen 2,5 -0,6 5,1 -1,8 4,7 2,0
Ausrüstungsinvestitionen -11,2 -9,5 -2,9 0,6 20,7 -1,9
Sonstige Anlagen 1,0 0,3 1,3 -2,1 2,6 0,8
Inländische Verwendung -4,0 -3,7 -3,3 -4,4 7,4 3,7
Exporte -9,3 -9,1 -3,1 -0,5 26,4 5,5
Importe -8,6 -10,1 -6,4 -2,9 20,1 8,9
Bruttoinlandsprodukt (BIP) -4,6 -3,6 -1,9 -3,2 10,4 2,5
nachrichtlich:
BIP je Erwerbstätigen -3,8 -2,3 -0,6 -1,8 10,4 1,9
BIP je Erwerbstätigenstunde 0,4 0,2 2,2 1,1 3,3 0,1
Wachstumsbeiträge zum preisbereinigten BIP in %-Punkten
Konsumausgaben -2,3 -1,0 -2,1 -4,2 4,7 1,3
Private Konsumausgaben -3,0 -1,8 -3,0 -4,7 3,3 0,8
Konsumausgaben des Staates 0,7 0,8 0,9 0,5 1,4 0,5
Bruttoinvestitionen -1,4 -2,6 -1,0 0,1 2,4 2,2
Bruttoanlageinvestitionen -0,5 -0,7 0,3 -0,2 2,0 0,2
Bauinvestitionen 0,3 -0,1 0,5 -0,2 0,6 0,2
Ausrüstungsinvestitionen -0,8 -0,6 -0,2 0,0 1,3 -0,1
Sonstige Anlagen 0,0 0,0 0,1 -0,1 0,1 0,0
Vorratsveränderungen 1 -0,9 -1,9 -1,3 0,3 0,4 2,0
Inländische Verwendung -3,7 -3,6 -3,1 -4,1 7,1 3,5
Außenbeitrag -0,8 -0,1 1,2 0,9 3,3 -0,9
Verwendung des Bruttoinlandsprodukts
Saison– und kalenderbereinigte Werte nach X13
  2020 2021
Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
1 Nur saisonbereinigt.
2 Einschließlich Nettozugang an Wertsachen sowie der statistischen Differenz zwischen Entstehungs- und Verwendungsrechnung.
Preisbereinigt
Veränderung gegenüber dem Vorquartal in %
Konsumausgaben 8,3 -1,7 -4,0 4,0 3,5
Private Konsumausgaben 11,5 -2,7 -5,3 3,8 6,2
Konsumausgaben des Staates 1,5 0,8 -1,0 4,6 -2,2
Bruttoanlageinvestitionen 4,6 2,4 -0,6 1,2 -2,2
Bauinvestitionen -0,9 2,9 0,1 1,8 -2,3
Ausrüstungsinvestitionen 16,7 1,9 -0,3 0,4 -3,7
Sonstige Anlagen 2,8 1,7 -2,7 1,0 0,9
Inländische Verwendung 5,6 -0,3 -1,0 2,8 2,0
Exporte 17,5 4,6 1,3 0,6 -1,0
Importe 9,3 2,7 4,1 2,2 -0,6
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 9,0 0,7 -1,9 2,0 1,7
nachrichtlich:
BIP je Erwerbstätigen 9,2 0,7 -1,8 1,8 1,3
BIP je Erwerbstätigenstunde 1 1,7 2,3 -0,8 0,2 -1,4
Wachstumsbeiträge zum preisbereinigten BIP
in %-Punkten
Konsumausgaben 6,2 -1,2 -2,9 2,9 2,5
Private Konsumausgaben 5,8 -1,4 -2,6 1,8 3,0
Konsumausgaben des Staates 0,4 0,2 -0,2 1,0 -0,5
Bruttoanlageinvestitionen 1,0 0,5 -0,1 0,3 -0,5
Bauinvestitionen -0,1 0,3 0,0 0,2 -0,3
Ausrüstungsinvestitionen 1,0 0,1 0,0 0,0 -0,2
Sonstige Anlagen 0,1 0,1 -0,1 0,0 0,0
Vorratsveränderungen 2 -1,8 0,5 2,1 -0,5 -0,1
Inländische Verwendung 5,5 -0,2 -0,9 2,6 1,9
Außenbeitrag 3,6 1,0 -0,9 -0,6 -0,2
Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen
  2020 2021
Jahr Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
In jeweiligen Preisen
Mrd. EUR
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei  24,762  6,082  5,712  6,215  7,269  7,287
Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe  715,829  177,026  192,645  189,979  187,655  185,030
darunter:
Verarbeitendes Gewerbe  611,888  152,672  164,321  161,531  162,915  161,211
Baugewerbe  177,643  44,737  53,202  37,388  47,324  50,279
Handel, Verkehr, Gastgewerbe  479,546  126,501  124,999  113,544  127,730  136,233
Information und Kommunikation  153,349  39,509  40,134  40,442  37,721  41,110
Finanz- und Versicherungsdienstleister  121,815  30,559  30,566  30,253  30,356  30,610
Grundstücks- und Wohnungswesen  336,743  86,390  84,518  87,250  85,066  87,840
Unternehmensdienstleister  337,134  86,264  86,523  86,423  83,221  94,161
Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit  592,478  150,124  156,706  150,220  147,028  158,100
Sonstige Dienstleister  111,023  30,321  26,799  27,504  26,580  31,815
Bruttowertschöpfung insgesamt 3 050,322  777,513  801,804  769,218  779,950  822,465
Preisbereinigt,
Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in %
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 1,7 1,7 1,4 -2,3 -1,4 -2,3
Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe -9,3 -9,5 -1,4 -2,1 19,9 1,9
darunter:
Verarbeitendes Gewerbe -10,0 -10,5 -1,4 -2,0 22,1 2,6
Baugewerbe 3,8 -1,8 9,0 -4,5 3,1 3,5
Handel, Verkehr, Gastgewerbe -5,2 -2,7 -2,9 -7,7 12,4 2,8
Information und Kommunikation -1,0 -1,1 0,5 0,4 6,6 2,6
Finanz- und Versicherungsdienstleister 0,5 1,3 -0,4 -0,8 -0,5 0,9
Grundstücks- und Wohnungswesen -0,4 0,2 -0,4 0,0 1,8 0,3
Unternehmensdienstleister -7,4 -8,2 -6,9 -6,7 9,8 6,1
Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit -3,2 0,0 -3,8 -3,2 10,3 2,9
Sonstige Dienstleister -10,5 -3,9 -16,0 -10,5 8,1 1,8
Bruttowertschöpfung insgesamt -4,9 -3,9 -2,4 -3,8 10,5 2,6
Verteilung des Bruttonationaleinkommens
  2020 2021
Jahr Q3 Q4 Q1 Q2 Q3
In jeweiligen Preisen
Mrd. EUR
Bruttonationaleinkommen 3 461,285  875,875  911,128  875,500  877,095  942,615
Volkseinkommen 2 528,233  642,809  679,658  644,316  638,253  686,633
Arbeitnehmerentgelt 1 852,105  456,546  509,068  445,246  463,051  476,611
Unternehmens- und Vermögenseinkommen  676,128  186,263  170,590  199,070  175,202  210,022
Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer/-innen 1 514,057  374,109  417,914  361,973  377,075  391,320
Nettolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer/-innen 1 021,338  258,096  282,055  245,050  250,836  270,066
nachrichtlich:
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte 1 975,220  493,436  498,777  502,583  495,062  506,830
Sparquote (in %)  16,1  13,1  15,3  22,0  16,3  10,7
Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in %
Bruttonationaleinkommen -3,5 -3,4 -1,7 -1,3 11,5 7,6
Volkseinkommen -3,1 -2,8 -0,3 0,3 13,3 6,8
Arbeitnehmerentgelt -0,2 -0,7 0,4 -0,4 5,4 4,4
Unternehmens- und Vermögenseinkommen -10,2 -7,4 -2,2 1,9 41,5 12,8
Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer/-innen -0,7 -1,2 0,1 -1,1 6,0 4,6
Nettolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer/-innen -0,1 -0,6 1,1 -0,5 6,8 4,6
nachrichtlich:
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte 0,8 0,8 0,8 -0,7 3,8 2,7

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen visualisiert

Das Bruttoinlandsprodukt ist auch Teil des „Krisenmonitor“(www.destatis.de/krisenmonitor), mit dem das Statistische Bundesamt die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren in der Corona-Krise und in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegenüberstellt. Der Krisenmonitor ergänzt die Sonderseite „Corona-Statistiken“(www.destatis.de/corona), die statistische Informationen zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bündelt. Anschauliche aktualisierte Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) finden sich zudem im interaktiven VGR-Dashboard (www.destatis.de/vgr-dashboard).

Weitere Informationen:

In der Fachserie 18 „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen“, Reihe 1.2“ sowie Reihe 1.3 „Saisonbereinigte Vierteljahresergebnisse nach X13“ stehen tiefer gegliederte Ergebnisse zur Verfügung.

Eine lange Reihe mit Quartalsergebnissen zum Bruttoinlandsprodukt seit dem 1. Quartal 1970 steht unter www.destatis.de zur Verfügung.

Diese und weitere aktuelle Ergebnisse der Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen können über die Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

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