Post

Veranstaltung

Veranstaltung

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandWie kann der Plastikmüll-Eintrag reduziert werden?

Die europäische Einwegkunststoffrichtlinie soll dazu beitragen, die Vermüllung der Meere zu reduzieren. Ein wichtiger Hebel ist dabei die erweiterte Herstellerverantwortung für Tabak und andere Einwegkunststoffprodukte.

Müll am Strand – Foto: NABU/Felix Paulin

Die europäische Einwegkunststoffrichtlinie hat das große Ziel der Vermüllung der Meere zu reduzieren. Ein wichtiger Hebel ist dabei die erweiterte Herstellerverantwortung für Tabak- und andere Einwegkunststoffprodukte. Mit Expert*innen möchten wir über die Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung diskutieren.
Erfassung in öffentlichen Sammelsystemen (inkl. Transport und Behandlung)
Reinigungsaktionen im öffentlichen Raum durch staatliche Stellen
Sensibilisierungsmaßnahmen
umfassen.
Im Rahmen der Umsetzung wird in Deutschland derzeit die Einrichtung eines Einwegkunststoff-Fonds geprüft. In diesem Fonds sollen die Hersteller entsprechend der jährlich in Verkehr gebrachten Menge an EWK-Produkten und einem für jedes Produkt festgelegten Kostensatzes ihre Beiträge einzahlen. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und die sonstigen Anspruchsberechtigten sollen jährlich aus dem Fonds nach einem noch festzulegenden Verteilungsschüssel einen Betrag zur Erstattung der ihnen entstandenen Sammlungs-, Reinigungs- und Entsorgungskosten erhalten.
Die Diskussion um die Festlegung der entstehenden Kosten und die zur Kostenerstattung Anspruchsberechtigten erfolgt in Deutschland derzeit (u.a. in den einschlägigen Studien zum Thema) sehr eng entlang des Status Quo der Abfallerfassung im öffentlichen Raum und der durchgeführten Reinigungsaktivitäten durch die öffentlich rechtlichen Entsorgungsträger (örE). Mit der EWK-RL soll allerdings erreicht werden, dass weniger Einwegprodukte in der Umwelt landen und sich der Umweltzustand der Gewässer verbessert. Die momentan diskutierten Vorschläge sind jedoch dazu nicht ausreichend.
Inhalt und Ziele des Workshops
Vor diesem Hintergrund führt der NABU gemeinsam mit Ökopol ein digitales Fachgespräch durch. Dabei werden folgende Fragen diskutiert:
Wie kann die erweiterte Herstellerverantwortung der EWK RL durch präventive Hebel den Eintrag von EWK-Erzeugnissen in die Umwelt minimieren?
Welche zusätzlichen Aktivitäten zur periodischen Reinigung im Naturraum wären durchzuführen, um Eintrag und Anreicherung von EWK-Erzeugnissen (bzw. ihrer Abbauprodukte) wirksam entgegenzuwirken?
Wie können diese Aktivitäten und die damit verbundenen Kosten beider Umsetzung der Herstellerverantwortung der EWK-Richtlinie und der Ausgestaltung des Einwegkunststoff-Fonds angemessen Berücksichtigung finden?

Agenda zum Download

weitere themen

MIL OSI