Source: Koerber StiftungAus westlicher Perspektive gilt Russland seit dem Angriff auf die Ukraine 2022 als international isoliert. Umfassende Sanktionen und die weitgehende wirtschaftliche Entkopplung haben das Verhältnis zwischen dem Kreml und Europa tiefgreifend verändert und sind Ausdruck einer neuen Phase geopolitischer Spannungen.
Der Blick über Europa und Nordamerika hinaus zeigt jedoch ein komplexeres Bild: In zahlreichen Regionen der Welt bleibt Russland ein relevanter und einflussreicher politischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Akteur.
Über Energieexporte, Waffenlieferungen und die diplomatische Zusammenarbeit in Formaten wie den BRICS-Staaten verfolgt Russland seit Jahren eine Strategie, die auf den Ausbau seines globalen Handlungsspielraums und die Begrenzung westlicher Einflusszonen abzielt.
Dabei inszeniert sich Moskau international als Gegenpol zu den USA und Europa und bekräftigt bestehende Kritik an internationalen Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen an.
Handelt es sich hierbei um eine nachhaltige geopolitische Neuordnung oder um Zweckbündnisse mit begrenzter Reichweite? Wer trägt russische Interessen jenseits des Kremls in die Welt? Und welche Antworten findet Europa auf diese Strategie?
Diese Fragen diskutiert Leslie Schübel, Körber-Stiftung, mit dem Europaabgeordneten Sergey Lagodinsky und die Russlandexpertin Hanna Notte.
Post
Globales Kräftemessen: Russland und Europa
