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Machtverschiebung: Europas neue Rolle

Machtverschiebung: Europas neue Rolle

Source: Koerber StiftungJahrhundertelang verstand sich Europa als Zentrum der Welt – als Maßstab, an dem sich Fortschritt, Vernunft und Ordnung bemessen ließen. Doch dieser Anspruch gerät ins Wanken. Länder wie Indien, Indonesien oder Südafrika beanspruchen Gestaltungsmacht dort, wo ihnen lange nur die Zuschauerrolle zugedacht war.
Für Europa stellt sich damit nicht nur die Frage, wie viel Gewicht es behält – sondern eine viel unbequemere: Ist es bereit, sich selbst als eine Region unter vielen zu begreifen, statt als Zentrum der Welt? Ist das ein Problem oder eher eine große Chance?
Der Historiker Dipesh Chakrabarty hat dafür einen Begriff geprägt: die Provinzialisierung Europas. Europäisches Denken sei nicht falsch, aber es ist partikular, nicht universal. Olaf Scholz hat als Bundeskanzler eine Außenpolitik der Partnerschaft auf Augenhöhe vorangetrieben. Doch müsste Europa nicht lernen, die Deutungshoheit über globale Problemlagen und Fragen selbst zur Verhandlungssache zu machen?
Wie ist die Skepsis vieler Staaten im Globalen Süden gegenüber dem Westen zu erklären? Und kann Europa weiterhin die globale Ordnung mitgestalten – und wenn ja, zu welchem Preis?
Ein Abend über Machtverschiebungen, und das Ende alter Gewissheiten und über die Frage, was Europa aufgeben müsste, damit die nächste Weltordnung eine gerechtere wird.
Es moderiert die Journalistin Xifan Yang.
Eine Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache mit Simultanübersetzung.

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