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Stark erhöhte Sterbefallzahlen während der Hitzewelle Ende des 2. Quartals 2026

Stark erhöhte Sterbefallzahlen während der Hitzewelle Ende des 2. Quartals 2026

Source: Destatis Statistisches Bundesamt

Sterbefallzahlen in der letzten Juniwoche 32 % über dem Vergleichswert der Vorjahre

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Pressemitteilung Nr. 248 vom 14. Juli 2026

WIESBADEN – Im 2. Quartal 2026 sind in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 243 600 Menschen gestorben. Die Sterbefallzahlen bewegten sich zumeist im Bereich der mittleren Werte der vier Vorjahre oder merklich darunter. Ausnahmen waren erhöhte Sterbefallzahlen in Wochen mit hohen Durchschnittstemperaturen (“Hitzewellen”). Besonders deutlich war dieser Effekt in der letzten Juniwoche (22. – 28. Juni), in der die Sterbefallzahlen zeitgleich mit einer historischen Hitzewelle um 32 % über dem mittleren Wert der vier Vorjahre lagen. In dieser Woche starben in Deutschland demnach etwa 23 900 Menschen. Das waren etwa 7 100 Sterbefälle mehr als noch zwei Wochen zuvor. Auf die einzelnen Monate bezogen betrug die Differenz zum jeweiligen mittleren Wert der Jahre 2022 bis 2025 für den April -5 % und für den Mai -2 %. Der von der Hitzeperiode geprägte Juni verzeichnete Sterbefallzahlen, die um 9 % über dem entsprechenden Vergleichswert lagen. Dass im Zusammenhang mit Hitze die gesundheitliche Belastung hoch ist und in Folge auch die Sterbefallzahlen ansteigen, ist ein bekannter Effekt, der in Sommermonaten bereits häufiger beobachtet wurde.

Monatliche Sterbefallzahlen 2026 in Deutschland

Monat

Gestorbene (Anzahl) Differenz zum
mittleren Wert
2022-2025 (Anzahl)
Relative Differenz
zum mittleren Wert
2022-2025 (in %)
Relative Differenz
zu 2022 (in %)
Relative Differenz
zu 2023 (in %)
Relative Differenz
zu 2024 (in %)
Relative Differenz
zu 2025 (in %)
Stand: 13. Juli 2026
Januar 100 556 +2 949 +3 +12 +1 +4 +2
Februar 86 887 +1 313 +2 +5 +4 -1 -5
März 84 371 -9 858 -10 -10 -11 -1 -11
April 79 401 -4 289 -5 -8 -7 -1 -4
Mai 79 920 -1 376 -2 -2 -3 -1 0
Juni 84 322 +7 023 +9 +6 +9 +9 +12

Auswirkung der Hitzewelle zeigte sich auch in anderen europäischen Ländern

Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts europaweit vergleichend ein. Im 2. Quartal 2026 wurden dort in mehreren europäischen Ländern ebenfalls während der Hitzewelle Ende Juni größere Abweichungen von den erwartbaren Entwicklungen festgestellt. So wird dort aktuell insbesondere für Frankreich und für Belgien eine sehr hohe Übersterblichkeit (“very high excess“) in der letzten Juniwoche ausgewiesen. Auch zahlreiche andere Länder weisen zumindest eine leichte (“low excess“) oder moderate Übersterblichkeit (“moderate excess“) auf.

Die Einordnung der letzten Juniwoche durch EuroMOMO ist derzeit noch mit Unsicherheiten behaftet, da die Hochrechnungen zum Teil noch auf sehr unvollständigen Sterbefallmeldungen beruhen. Mit der Vervollständigung der Daten in den kommenden Wochen wird sich das tatsächliche Ausmaß der Auswirkungen der vergangenen Hitzewelle auf die Sterblichkeit schrittweise genauer bestimmen lassen.

Weitere Informationen:

Die aktuelle Auswertung der Sterbefallzahlen mit Daten nach Tagen, Wochen und Monaten sowie methodische Informationen finden Sie auf der Themenseite “Sterbefälle und Lebenserwartung”. Ausführlichere Untersuchungen zum Kontext von Hitze und Sterblichkeit bietet auch das Robert Koch-Institut in seinem Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität.

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