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Optimierung des Datenmanagements: Universitätsarchiv an neuem EU-Projekt beteiligt

Optimierung des Datenmanagements: Universitätsarchiv an neuem EU-Projekt beteiligt

Source: Universitat Hamburg5. Juni 2026, von Newsroom-Redaktion

Foto: AdobeStock/Miha Creative
An der UHH wird es im Rahmen von STARDAST darum gehen, Zertifizierungssysteme für Datenverantwortliche zu harmonisieren.

An Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden in Forschung und Lehre, aber auch im Transfer Unmengen an Daten produziert. Um sie effizient zu nutzen, zu speichern und vernetzt zugänglich zu machen, braucht es ausgebildete Fachkräfte. Hier setzt ein neues Projekt an, an dem das Archiv der Universität Hamburg beteiligt ist. Von der EU wird STARDAST mit rund acht Millionen Euro gefördert.
Im Fokus des Projektes „Stewardship and Recognition for Data Science Talent“ (STARDAST) steht das Konzept von bestmöglich ausgebildeten Datenverantwortlichen im Wissenschaftsbetrieb und in kooperierenden Bereichen. Sie sollen die erhobenen Daten nachhaltig verwalten und entsprechend der Bedarfe und gesetzlichen Vorgaben speichern und zugänglich machen. In den Hochschulen geht es dabei um alle Bereiche vom Studium über Forschung bis zur Kooperation mit der Wirtschaft.
Durch das Projekt soll ein europaweit abgestimmtes Curriculum zur Ausbildung entstehen. Zum einen soll in allen Fachbereichen während des Studiums und auch in Ausbildungsberufen für das Thema Datenmanagement sensibilisiert werden und neben anderen Daten-Standards sollen die sogenannten FAIR-Prinzipien vermittelt werden: Findable (auffindbar), Accessible (zugänglich), Interoperable (gemeinsam nutzbar), Reusable (wiederverwendbar). Zum anderen werden umfassende Weiterbildungs- und Trainingsformate für sogenannte Data Stewards, etwa in der Verwaltung, entstehen. So soll die europäische Forschungslandschaft im Sinne des Open-Science-Ansatzes und der European Open Science Cloud stärker vernetzt werden.
Zertifizierungssysteme vereinheitlichen
Die Europäische Kommission fördert das Projekt, das im September startet, im Zuge ihres Forschungsrahmenprogramms „Horizone Europe“ mit rund acht Millionen Euro. Mehr als 150.000 Euro gehen an das Universitätsarchiv der Universität Hamburg, das sich an vier von sechs Arbeitspaketen beteiligen wird. „Wir leiten den Teilbereich, der sich mit der Entwicklung institutioneller Leitlinien zur Arbeitsplatzgestaltung sowie zur Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen beschäftigen wird“, erklärt Francesco Gelati, STARDAST-Projektkoordinator im Universitätsarchiv.
Hier gehe es vor allem darum, die verschiedenen Zertifizierungssysteme für Datenverantwortliche im europäischen Rahmen zu harmonisieren, um berufliche Expertise besser benennen und einschätzen zu können. „Ein Ansatz ist die Erstellung von Datenverwaltungsprofilen, die Auskunft über Rollen, Aufgaben und Fähigkeiten geben sowie den bestmöglichen Einsatz der Person in Einrichtungen und Projekten erleichtern“, so Gelati. Da Archivierung eine entscheidende Phase im Datenlebenszyklus ist, sei das Thema Datenmanagement für das Universitätsarchiv von großer Bedeutung.
Das interdisziplinäre Gesamtprojekt STARDAST wird unter Leitung des European Molecular Biology Laboratorys in Heidelberg durchgeführt und umfasst 19 teilnehmende Universitäten, Forschungsinstitute, Unternehmen, europäische Forschungsinfrastrukturen und internationale Organisationen aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Finnland, der Türkei, Italien, Frankreich, Tschechien sowie dem Vereinigten Königreich.

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