Source: Bundesministerium fur Ernährung und LandwirtschaftErschienen am 01. Juni 2026 im Format Pressemitteilung Nr. 50/2026
Das Deutsche Weininstitut hat die Zuwendungsbescheide für die vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützte Informationsoffensive Wein erhalten. Das BMLEH stellt insgesamt 1 Million Euro bereit – jeweils 500.000 Euro für Informationsmaßnahmen über entalkoholisierten Wein und über ökologisch erzeugten Wein.
Dazu sagt Bundesminister Alois Rainer: “Der Weinbau in Deutschland ist ein Stück Heimat: Er prägt die Landschaft vieler Regionen, ist identitätsbildend und nicht zuletzt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ich unterstütze daher unsere Winzerinnen und Winzer in diesen herausfordernden Zeiten auf vielfältige Weise: Das EU-Weinpaket, das nicht zuletzt auf Druck Deutschlands geschnürt wurde und auch unsere Handschrift trägt, wird nun endlich umgesetzt. Damit erleichtern und verbessern wir die Herstellung, Kennzeichnung und Vermarktung von Wein, darunter insbesondere auch alkoholfreiem Wein. Mit unserer Unterstützung für die Informationsoffensive kann die Branche zeigen, wie hochwertig und innovativ deutscher Wein ist. Nur gut 40 Prozent der in Deutschland getrunkenen Weine stammen auch von hier; in so manchem Nachbarland liegt die Quote doppelt hoch. Hier ist noch viel Luft nach oben.”
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Der europäische Weinmarkt steht vor erheblichen Herausforderungen – Deutschland ist davon nicht ausgenommen. Der Konsum ist seit Jahren rückläufig, darunter leidet der Absatz in Handel und Gastronomie. Auch auf wichtigen Exportmärkten sinkt die Nachfrage. Hinzu kommen Handelsbeschränkungen. Zudem sind die Produktionskosten für die Weinproduzenten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Erzeugerpreise befinden sich auf einem Tiefpunkt.
Das BMLEH unterstützt die Branche mit zahlreichen weiteren Maßnahmen, insbesondere mit der Investitionsförderung und bei der Umstellung auf marktgängigere Rebsorten im Rahmen des Weinsektorprogramms der EU. Dazu kommt der Abbau von Meldepflichten, Erleichterungen bei Wiederbepflanzungen und die Begrenzung von Neuanpflanzungen.
Um die zunehmenden strukturellen und auch sozioökonomischen Probleme auf dem Weinmarkt zu lindern, sind nach Einschätzung des BMLEH in Ausnahmefällen auch konjunkturelle Maßnahmen wie eine Krisendestillation in Betracht zu ziehen. Angesichts der äußerst angespannten Marktsituation hat sich Bundesminister Alois Rainer deswegen Anfang Mai in einem Schreiben an EU-Kommissar Christophe Hansen gewandt und die Europäische Kommission gebeten, kurzfristig einen Verordnungsvorschlag für eine außergewöhnliche Krisendestillation vorzustellen.
Erschienen am 01. Juni 2026 im Format Pressemitteilung
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