Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandVom 8. bis 10 Mai Vögel zählen mit dem NABU
Gemeinsam mit unserem bayerischen Partner LBV rufen wir bereits zum 22. Mal zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Mitmachen können alle – egal ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im Park.
Stunde der Gartenvögel – Grafik: publicgarden, Foto: Dr. Christoph Moning, Hedwig Eckert/NABU-naturgucker.de
05. Mai 2026 – Gemeinsam mit unserem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) laden wir zur alljährlichen „Stunde der Gartenvögel“ ein. Die beliebte Aktion findet bereits zum 22. Mal statt. Jede*r kann mitmachen – egal, wie groß oder klein das Naturwissen ist.
Denn jede Meldung zählt: Die bundesweite Mitmachaktion liefert wichtige Daten zur Bestandsentwicklung häufiger Vogelarten in unseren Siedlungen. In diesem Jahr stehen besonders die Finken im Fokus. In den vergangenen Monaten wurden regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze, auch als Distelfinken bekannt, gemeldet. Da diese meist an Futterstellen gefunden wurden, könnte es sein, dass sich wieder Trichomonaden ausbreiten, die besonders für Finken tödlich sein können.
Was sind Trichomonaden und wie erkennt man erkrankte Vögel?
Trichomonaden (Trichomonas gallinae) sind einzellige Parasiten, die bei Wildvögeln, besonders bei Grünfinken und anderen Finken, eine meist tödlich verlaufende Infektion auslösen können. Die Ansteckung erfolgt häufig an Futter- und vor allem Wasserstellen, weil sich der Erreger in Trinkwasser bei sommerlichen Temperaturen bis zu 24 Stunden halten kann. Erkrankte Vögel fallen durch schaumigen Speichel auf, der die Nahrungsaufnahme erschwert; außerdem zeigen sie großen Durst und wirken oft auffallend furchtlos.
Vogelfreundlicher Garten statt Sommerfütterung
Buchfinken gehören zu den von Trichomonaden betroffenen Vogelarten – Foto: Mathias Schäf
NABU-Vogelschutzexperte und Podcast-Host Martin Rümmler betont, dass Sauberkeit am Futterhaus wichtig sei, damit sich die Parasiten nicht so stark ausbreiten können. „Am besten Futtersäulen nutzen, hier können die Vögel nicht durchs Futter laufen und es so verschmutzen. Wir empfehlen das Füttern bis zum nächsten Winter einzustellen – die Tiere finden jetzt genug in der Natur.“ Besser ist es, seinen Garten vogelfreundlich zu gestalten, mit Wildobsthecken, heimischen Stauden, einer Wildblumenwiese, Kräuterbeet, Teich und Totholzstapel.
In einem naturnahen Garten finden Vögel immer genug zu fressen und geschützte Brutplätze.
Martin Rümmler
NABU-Vogelschutzexperte
So funktioniert die Teilnahme
Jeder kann mitmachen!
Zählen Sie eine Stunde lang Vögel – egal ob im Garten, vom Balkon aus oder im benachbarten Park. Notieren Sie die höchste Anzahl von jeder Art, die Sie gleichzeitig sehen. So werden Vögel, die wegflattern und wiederkommen, nicht doppelt gezählt. Mehr →
Richtig zählen? So geht’s
Von einem ruhigen Platz im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Das ist wichtig, damit Vögel, die zwischendurch wieder wegfliegen, nicht doppelt gezählt werden. Welche Stunde im Laufe des Wochenendes vom 8. bis 10. Mai gewählt wird, ist egal.
Wer vor der großen Aktion noch sein Vogelwissen verbessern möchte, kann das unter anderem mit Hilfe des NABU-Vogeltrainers oder der NABU-App „Vogelwelt“ tun. Hilfreich ist zudem ein Blick auf unsere Übersicht der 40 häufigsten Gartenvögel. Weitere Informationen, Tipps und Tricks zur Vogelzählung finden Sie auf dieser Seite.
Die Beobachtungen können über unser Online-Meldeformular oder mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App gemeldet werden Meldeschluss ist der 18. Mai.
