Source: Koerber StiftungKrieg und Klimakrise stellen unsere Sicherheit auf die Probe. Wie kann der Staat uns noch schützen – wo können und müssen wir selbst Verantwortung übernehmen? Möglichkeiten gibt es genug, etwa als Ehrenamtliche in Hilfsorganisationen. Politikwissenschaftlerin Ursula Schröder analysiert in ihrem Buch „Schutz in Krisenzeiten“ staatliche Schutzmechanismen und zeigt, wie wir sie für die Zukunft stärken können.
In ihrem Roman „Im Herzen der Katze“ entwirft die Schriftstellerin Jina Khayyer eine Familien- und Liebesgeschichte, die Vorstellungen von Nationalität und Zugehörigkeit, von Frausein und Freiheit hinterfragt.
Jina sitzt an ihrem Schreibtisch. Im Sekundentakt aktualisiert sich ihr Instagram-Feed. Sie liest: »Jina Mahsa Amini wurde in Teheran von der Sittenpolizei ins Koma geprügelt.« Im nächsten Moment begreift sie: Die junge Frau, die so heißt wie sie, ist tot.
Was als Versuch beginnt, die Gegenwart zu begreifen, wird zur Reise in die Vergangenheit. Denn die Ereignisse wecken in Jina Erinnerungen an ihre eigenen Aufenthalte im Iran: an die Gastfreundschaft der Menschen, den reich gedeckten Tisch der Tanten, aber auch an die Proteste während der Grünen Bewegung 2009, die auch für Jina zur einschneidenden Lebenserfahrung wurden.
Wie wir in einer krisengeschüttelten Demokratie selbst mehr Verantwortung für unseren Schutz übernehmen können, und was geschieht, wenn die eigene Regierung zum Gegner und Feind psychischer und physischer Sicherheit wird, diskutieren Jina Khayyer und Ursula Schröder mit dem Journalisten Ulrich Kühn.
In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg.
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Unser Schutz in Krisenzeiten
