Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und EnergieNach zuvor dreimaligen Anstiegen hat sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember spürbar abgeschwächt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes1 verringerte sie sich im Vormonatsvergleich preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,9 Prozent. Der Zuwachs der Produktion im November wurde auf +0,2 Prozent nach unten revidiert (zuvor: +0,8 Prozent). Im gesamten vierten Quartal liegt der Ausstoß im Produzierenden Gewerbe damit aber noch knapp ein Prozent über dem Vorquartal bzw. kalenderbereinigt 0,4 Prozent über dem Niveau des vierten Quartals 2024.
Insbesondere die Industrieproduktion hat sich im Dezember im Vormonatsvergleich deutlich abgeschwächt (-3,0 Prozent), aber auch die Energieproduktion musste einen Rückgang verzeichnen (‑1,8 Prozent). Lediglich im Baugewerbe stieg die Ausbringungsmenge mit einem Plus von 3,0 Prozent deutlich.
Innerhalb der Industrie wies vor allem die zuvor kräftig gestiegene Ausbringung der Investitionsgüterproduzenten (-5,3 Prozent) wie auch die der Vorleistungsgüterproduzenten (-1,2 Prozent) Rückgänge gegenüber dem Vormonat auf. Gebrauchs- und Verbrauchsgüterproduzenten verzeichneten dagegen leichte Zuwächse. Im Baugewebe zeigte sich sowohl im Bauhauptgewerbe (+4,4 Prozent) als auch im Hoch- (+8,4 Prozent) und Tiefbau (+0,6 Prozent) im Dezember eine Belebung, die auch auf die vergleichsweise milde Witterung zum Jahresende zurückzuführen sein dürfte.
Die einzelnen Wirtschaftszweige der Industrie zeigten erneut eine uneinheitliche Entwicklung: Produktionsausweitungen fanden vor allem im sonstigen Fahrzeugbau (+10,5 Prozent), bei der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen (+3,8 Prozent), der Herstellung von Metallerzeugnissen (+3,2 Prozent), sowie der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+2,4 Prozent) statt. Eingschränkt wurde die Produktion dagegen in den gewichtigen Branchen Kfz und Kfz-Teile (-8,9 Prozent), dem Maschinenbau (-6,8 Prozent), der Herstellung von chemischen (-2,4 Prozent) und pharmazeutischen Erzeugnissen (‑1,8 Prozent) wie auch der Reparatur und Installation von Maschinen (-17,6 Prozent). Auch die Produktion der energieintensiven Industrien war mit -0,9 Prozent im Vormonatsvergleich erneut abwärts gerichtet.
Im Quartalsvergleich zeigten sich sowohl die Industrieproduktion (+1,0 Prozent) als auch das Baugewerbe (+1,8 Prozent) zum Jahresende recht robust. Lediglich die Energieproduktion unterschritt mit -1,2 Prozent das Niveau des dritten Quartals.
Mit den vorliegenden Produktionszahlen hat sich die Industriekonjunktur zum Jahresende wieder etwas eingetrübt. Angesichts der spürbaren Produktionsausweitung in den Vormonaten ist der Rückgang im Dezember jedoch eher als Pause zu sehen. Der zuletzt kräftige, vor allem vom Inland getragene Anstieg der Auftragseingänge deutet auf eine fortgesetzte Erholung der Industrieproduktion in den kommenden Monaten hin. Vor allem von der zunehmenden Nachfrage im Zuge der Beschaffungen im Verteidigungsbereich sowie des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität dürften weiterhin wesentliche Impulse für die Industriekonjunktur ausgehen.
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1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. Februar 2026. Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).
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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Berichtsmonat Dezember 2025
