Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie
13.01.2026 – Artikel – Wettbewerbspolitik
Einleitung
Deutschland steht vor spürbaren wirtschaftlichen Herausforderungen. Strukturelle Schwächen, geopolitische Spannungen und tiefgreifende technologische Umbrüche belasten Unternehmen wie Politik gleichermaßen. Um Wachstum, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu sichern, braucht es entschlossene und vorausschauende Reformen.
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Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik steht das Wohlstands- und Aufstiegsversprechen infrage, dass es der nächsten Generation besser gehen wird. Demografischer Wandel, Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, steigende Belastungen der sozialen Sicherungssysteme sowie hohe Energiepreise treffen auf eine geopolitische Neuordnung und einen spürbaren Rückgang der Exportdynamik. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz Wirtschaft und Arbeitswelt in einer Geschwindigkeit und Tiefe, die grundlegende Anpassungen erforderlich machen. Um Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand langfristig zu sichern, sind mutige Reformen notwendig. „Jetzt geht es um drei Dinge: den Faktor Arbeit zu entlasten, Bürokratie abzubauen sowie freien Wettbewerb und Innovationen zu stärken. Wer arbeitet und investiert, muss spüren, dass sich Einsatz in Deutschland lohnt“, betont Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche.
Ein zentraler Hebel ist dabei eine höhere gesamtwirtschaftliche Arbeitsleistung. Wir brauchen mehr Anreize für längeres Arbeiten auch im Alter, mehr Vollzeitarbeit und einen flexibleren Kündigungsschutz im Hochlohnbereich, um die Produktivität zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. „Leistung muss sich lohnen“, so Ministerin Reiche. Sie betont, dass die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft gestärkt und individuelle Leistung angemessen berücksichtig werden müssen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Wirtschaftswachstum ist keine abstrakte Kennzahl, sondern die Voraussetzung dafür, den Sozialstaat in seiner heutigen Ausprägung langfristig finanzieren zu können.
Wachstumsperspektiven durch verlässliche Rahmenbedingungen
Eine zukunftsfähige Standortpolitik erfordert zudem verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen. Dazu gehört eine maßvolle Steuerpolitik, die unternehmerische Initiative nicht bremst. In der Debatte um die Erbschaftsteuer warnt Ministerin Reiche vor zusätzlichen Belastungen für Familienunternehmen: „Familienunternehmer sind Leistungsträger in unserem Land, sie sorgen für sichere und gute Arbeitsplätze.“ Steuererhöhungen in einer Phase ohnehin schwieriger Rahmenbedingungen setzen hingegen falsche Anreize und gefährden Investitionen sowie die Attraktivität des Standorts Deutschland. „Für zusätzliche Belastungen kann ich kein gutes Argument finden. Im Gegenteil: Ich will alles dafür tun, dass diese Unternehmen nicht ins Ausland abwandern“, so Ministerin Reiche.
Deutschland muss wieder gewinnen wollen – im internationalen Wettbewerb um Investitionen, Innovationen und Arbeitsplätze. Mit mutigen Reformen, weniger Bürokratie und einer klaren Anerkennung von Leistung kann es gelingen, Wachstum und Wohlstand nachhaltig zu sichern.
