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Handelsabkommen zwischen der EU und den MERCOSUR-Staaten

Handelsabkommen zwischen der EU und den MERCOSUR-Staaten

Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie © Pugun & Photo Studio – stock.adobe.com
Das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Staaten des MERCOSUR – Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay – beinhaltet Bestimmungen zu politischem Dialog, Kooperation und Handel. Im Kern geht es darum, Zölle auf über 90 Prozent des bilateralen Handels abzuschaffen.
Anfang 2026 haben nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen die EU-Länder dem Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den MERCOSUR-Staaten zugestimmt. Im nächsten Schritt wird das Handelsabkommen dem Europäischen Parlament zur Zustimmung vorgelegt. Das weitergehende Partnerschaftsabkommen EU- MERCOSUR umfasst neben dem Handel auch Investitionen und muss zusätzlich von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden.
Ein Abkommen für eine der größten Freihandelszonen der Welt
Das Abkommen ist für Deutschland von großer gesamtwirtschaftlicher und strategischer Bedeutung. Es setzt ein nachhaltig positives Signal gegen protektionistische Tendenzen und für eine regelgebundene und wertebasierte Ausgestaltung der Handelspolitik. Dabei handelt es sich um das erste Handelsabkommen, das MERCOSUR überhaupt abschließt.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche:Der erfolgreiche Abschluss des EU-Mercosur-Abkommens ist ein starkes Signal für den regelbasierten Welthandel und setzt ein klares Gegengewicht zu Protektionismus und Blockbildung. Zum vollständigen Zitat.
Mit dem Abkommen wird eine der weltweit größten Freihandelszonen mit über 715 Millionen Einwohnern (EU 447 Millionen / MERCOSUR 270 Millionen) entstehen. Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay sind wichtige Absatzmärkte für die deutsche Wirtschaft. Die EU ist ein wichtiger Handels- und Investitionspartner des MERCOSUR. Bereits jetzt (2023) sind EU-Unternehmen mit 390 Milliarden Euro in den MERCOSUR-Ländern investiert. Das Handelsvolumen zwischen der EU und MERCOSUR belief sich zuletzt (2024) auf über 111 Milliarden Euro, das deutsche Handelsvolumen mit dem MERCOSUR auf rund 24 Milliarden Euro.
Das Abkommen ist somit ein wichtiger Eckpfeiler für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Es eröffnet deutschen und EU-Unternehmen die Möglichkeit, an der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung der Region verstärkt teilzuhaben. Vor allem innovative kleine und mittlere Unternehmen werden durch das Abkommen eine höhere Rechtssicherheit bei ihren unternehmerischen Aktivitäten erlangen.

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