Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft
Wirtschaftliche Stabilisierung zum Jahresende. Die aktuellen Indikatoren zeigen einen robusten Start in das vierte Quartal 2025. Die Stimmungs- und Frühindikatoren geben für die kommenden Monate jedoch ein uneinheitliches Bild ab; vor allem die Geschäftserwartungen und die Verbraucherstimmung haben sich zuletzt etwas eingetrübt. Die deutsche Wirtschaft befindet sich zum Jahresende weiterhin in einem Spannungsfeld zwischen einem herausfordernden außenwirtschaftlichen Umfeld einerseits und einer schrittweisen binnenwirtschaftlichen Stabilisierung andererseits.
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Ausfuhren behaupten sich in schwierigem Umfeld. Die Warenausfuhren lagen zuletzt dank einer dynamischeren Nachfrage aus der EU auf einem Sechs-Monats-Hoch. Die aktuelle Datenlage weist zu Beginn des vierten Quartals jedoch lediglich auf eine Stabilisierung, nicht aber auf eine durchgreifende Erholung der Exportwirtschaft hin. Die negativen Auswirkungen der Zollanhebungen dürften auch um die Jahreswende 2025/26 noch deutlich spürbar sein und die Absatzperspektiven für die deutschen Exporteure in den kommenden Monaten dämpfen.
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Erholung der Industrieproduktion zu Beginn des vierten Quartals. Nach dem Anstieg im September hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe auch im Oktober mit +1,8 Prozent gegenüber dem Vormonat nochmal spürbar zugelegt. Neben einer Belebung der Industrieproduktion um +1,5 Prozent hat sich auch die Bauproduktion kräftig um 3,3 Prozent erhöht. Angesichts einer erschwerten Beschaffung von Vorprodukten aus dem Ausland und der noch verhaltenen Auslandsnachfrage ist allerdings kurzfristig noch keine durchgreifende Belebung der Industriekonjunktur zu erwarten.
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Stagnation am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Zahl der Arbeitslosen blieb im November mit einem saisonbereinigten Plus von ein Tausend Personen in etwa konstant. Auch die Erwerbstätigkeit stagnierte im Oktober mit minus 2 Tausend Personen nahezu, während die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im September um 12 Tausend Personen anstieg. Angesichts der bislang schwachen konjunkturellen Entwicklung ist eine Belebung der Arbeitsnachfrage noch nicht absehbar.
Einzelhandelsumsätze weiter schwach. Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel sind im Oktober um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Während der Handel mit Lebensmitteln mit +1,2 Prozent zulegte, gab der Umsatz mit Nicht-Lebensmitteln zum dritten Mal in Folge nach (-0,7 Prozent). Auch der Umsatz im Gastgewerbe war im September preisbereinigt um 1,3 Prozent niedriger als im Vormonat. Das Stimmungsbild deutet insgesamt auf eine eher verhaltene Konsumentwicklung im wichtigen Weihnachtsgeschäft bzw. im letzten Quartal 2025 hin.
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