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Von Cube Ninja bis City Hopper: Spielerisch fit durchs Studium mit „ExerRise“

Von Cube Ninja bis City Hopper: Spielerisch fit durchs Studium mit „ExerRise“

Source: Universitat Hamburg24. November 2025, von Anna Priebe
Foto: UHH/Lorf-Stahl
Die Bewegungsspiele sind mobil zu Hause und im Hörsaal verfügbar, können aber auch an Stationen an vier Universitätsstandorten getestet werden.

Gemeinsam oder alleine, mit Spaßfaktor und kostenlos – diese Kriterien erfüllen die acht bewegungsbasierten Spiele, die im Rahmen des Projektes „ExerRise“ von Forschenden des Instituts für Bewegungswissenschaft mit Projektpartnern entwickelt wurden. Sie sollen wissenschaftlich basiert die Gesundheit der Studierenden fördern und sind seit November online und am Campus verfügbar.
Zwischen Vorlesungen, Hausarbeiten und Nebenjob fehlt Studierenden mitunter die Zeit, etwas für Körper und Geist zu tun. Dabei zeigen Studien, wie wichtig ein guter Ausgleich ist, um langfristig gesund und leistungsfähig zu sein. „Wir haben daher die Studierenden selbst befragt, wie sie sich momentan fühlen und was sie sich von Bewegungsangeboten wünschen, damit sie sie regelhaft nutzen würden“, erklärt Sarah Lorf-Stahl.
Die Wissenschaftlerin aus dem Arbeitsbereich „Bewegungs- und Trainingswissenschaft“ leitet die Studie, die aktuell im Rahmen des Projektes „ExerRise – vom Hörsaal in die Bewegung“ an der Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft durchgeführt wird. Auf Basis der ersten Befragung wurden gemeinsam mit dem Projektpartner „ergofox GmbH“ acht digitale Bewegungsspiele, sogenannte „Exergames“, konzipiert und umgesetzt. Exergames sind eine Kombination aus „Exercise“ und „Gaming“, wobei das Spielgeschehen durch die eigenen Körperbewegungen gesteuert wird. Die Videos stehen seit November kostenlos allen Studierenden – und auch Mitarbeitenden – für aktive, flexible Pausen zur Verfügung.
Mit Spaß zu mehr Bewegung
„Die Befragten haben sich kurze Einheiten mit Spaßfaktor gewünscht. Das haben wir ebenso berücksichtigt wie Funktionen aus dem Bereich des Gamings, etwa ein Levelsystem mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad oder eine Multiplayer-Funktion, um gemeinsam zu spielen“, so Lorf-Stahl. Nun sollen die Exergames von möglichst vielen Studierenden getestet werden.
Das ist kostenlos und sowohl zu Hause und im Hörsaal als auch an fest eingerichteten Stationen an vier Universitätsstandorten möglich – mit oder ohne Teilnahme an der Studie, die Wirkung und Akzeptanz der Spiele untersucht. Einen speziellen Fokus legen die Forschenden dabei auf die Auswirkungen unterschiedlicher Anforderungen im Studienalltag – konkret bei Studierenden mit und ohne Anschluss an den Hauptcampus Von-Melle-Park. Daher werden die Fakultäten für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften sowie für Psychologie und Bewegungswissenschaft besonders adressiert und miteinander verglichen.
Ziel: langfristige Implementierung in den Studienalltag
„Wir möchten mit Fokusgruppeninterviews und Befragungen herausfinden, in welchem Umfang diese Spiele von den Studierenden genutzt werden, wie die Nutzungszufriedenheit ist, welche Gelingensfaktoren bzw. Barrieren wir identifizieren und welche gesundheitsförderlichen Effekte wir feststellen können“, sagt Lorf-Stahl. Dann könne im nächsten Schritt überlegt werden, wie die Exergames dauerhaft in den Studienalltag integriert werden können. „Perspektivisch kann man auch untersuchen, ob diese Angebote in anderen Zusammenhängen, etwa in Schulen oder Rehabilitationseinrichtungen, eingesetzt werden können“, ergänzt die Studienleiterin.

MIL OSI