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Eurowings: Mehr Geld für 1.800 Kabinenbeschäftigte

Eurowings: Mehr Geld für 1.800 Kabinenbeschäftigte

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftWas hart erkämpft wurde, zahlt sich jetzt aus: Für die Eurowings-Crews geht es finanziell spürbar nach oben. ver.di-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky zeigt sich zufrieden: „Mit diesem Ergebnis haben die Kabinenbeschäftigten der Eurowings durchschnittlich etwa 300 Euro mehr pro Monat in der Tasche. Das ist ein starker Reallohnzuwachs, den wir durchsetzen konnten.“
Die Vergütungen der Kabinenbeschäftigten werden demnach in zwei Schritten um insgesamt 5,4 Prozent erhöht. Zudem konnte ver.di durchsetzen, dass die Mehrflugstundenvergütungen künftig dynamisch mit jeder Tariferhöhung steigen. Diese Zulage wird damit automatisch immer dann erhöht, wenn es eine allgemeine Tariferhöhung für die Kabinenbeschäftigten gibt. Konkret heißt das: Bisher war die Vergütung für Mehrflugstunden fix oder wurde nur separat verhandelt. Jetzt ist sie an die regulären Tarifsteigerungen gekoppelt. Steigen die Tabellengehälter z. B. um 3 Prozent, steigt die Mehrflugstundenvergütung im gleichen Verhältnis automatisch mit.
Warum ist das wichtig?
 Es verhindert, dass Zulagen über die Jahre wertloser werden.
Beschäftigte profitieren dauerhaft und parallel zu jeder Lohnerhöhung.
Es stärkt den Reallohn, weil jede Steigerung in die gesamte Vergütungsstruktur durchschlägt, nicht nur ins Grundgehalt.
Die Ergebnisbeteiligung wird deutlich auf bis zu 1.600 Euro jährlich erhöht. Für das Geschäftsjahr 2025 gibt es eine zusätzliche Zahlung in Höhe von 1.000 Euro, mit der die Kabinenbeschäftigten am Erfolg der Eurowings beteiligt werden.
Auch das Abwesenheitsgeld, das den Crews für die Arbeitszeit abseits ihrer Heimatbasis gezahlt wird, konnte um rund 10 Prozent erhöht werden – die bisherige Deckelung der maximalen Tageszahlung wird aufgehoben.
Abwesenheitsgeld bezeichnet in der Luftfahrt eine zusätzliche Vergütung, die Flugbegleiter*innen und Pilot*innen erhalten, wenn sie außerhalb ihrer Heimatbasis arbeiten müssen – also während längerer Dienstzeiten, Turnarounds oder Übernachtungen fern von zuhause. Es ist eine Art Tagespauschale für die Zeit, in der die Crew wegen des Dienstes unterwegs ist.
Weitere Verbesserungen sieht das Gesamtpaket der Einigung bei Zulagen und der Vergütung im Krankheitsfall vor.
Zuletzt hatten sich ver.di und die Lufthansa-Tochter im August 2024 auf einen Manteltarifvertrag für das Kabinenpersonal geeinigt. Darin wurde vor allem ein Ausgleich für Belastungssituationen wie lange Flüge, Nachtdienste oder Verspätungen geschaffen. Die Kabinenbeschäftigten erhielten Zulagen und Ruhezeiten. Für Flugverspätungen wurde ein Entschädigungssystem eingeführt, bei dem die Beschäftigten zwischen Ausgleichszahlungen oder freien Tagen wählen können.

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