Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftNicht einmal mehr jeder fünfte Betrieb beteiligt sich an der betrieblichen Ausbildung. „Viele Arbeitgeber, die über fehlende Fachkräfte jammern, machen sich einen schlanken Fuß. Das ist nicht akzeptabel“, so Bühler. „Für junge Menschen ohne Ausbildungsplatz muss ein engmaschiges Auffangnetz gespannt werden. Die von der vorherigen Bundesregierung eingeführte gesetzliche Ausbildungsgarantie reicht nicht aus. Ergänzend braucht es eine Ausbildungsumlage, damit wieder mehr Betriebe ausbilden.“
Vorbildlich sei hier der landesweite Ausbildungsunterstützungsfonds des Landes Bremen; auch Berlin treibe entsprechende Pläne voran. „Der Bund und die anderen Bundeländer sind dringend aufgefordert zu handeln, damit junge Menschen eine gute Perspektive auf dem Ausbildungsmarkt haben“, forderte die Gewerkschafterin.
Ausbildung Vorrang geben
Die Änderungen zum Bürgergeld, das künftig als Grundsicherung daherkommt, führen den Vermittlungsvorrang wieder ein. Für junge Menschen nach der Ausbildung könnte das bedeuten, dass sie im Zweifel irgendwas arbeiten müssen, anstatt eine vernünftige Ausbildung als Grundlage für ihr künftiges Berufsleben zu machen. Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke hat den Vermittlungsvorrang kritisiert: „Das bedeutet, dass im Zweifelsfall jeder Job angenommen werden muss.“ Sinnvoller wäre es, konsequent auf Aus- und Weiterbildung zur Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu setzen. Sie trügen wesentlich dazu bei, dass Menschen nicht dauerhaft in die Grundsicherung abgleiten.
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Berufsbildungsbericht 2025 – ver.di fordert mehr Angebote für junge Menschen ohne Berufsabschluss
