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Tarifrunde DHL HUB Leipzig: Angebot nach Warnstreiks

Tarifrunde DHL HUB Leipzig: Angebot nach Warnstreiks

Source: Verdi – Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft„Das ist richtig harte Arbeit“, sagt Daniel Mühlbach, der als Ramp Agent im Nachdienst für DHL Hub Leipzig arbeitet. „Für wenig Geld.“ Eine Aufwertung ihrer Arbeit sei längst überfällig. Deshalb ging ver.di mit einer Forderung von 12 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von einem Jahr in die aktuelle Tarifrunde mit der DHL Hub Leipzig GmbH. Mehrtägige Streiks waren notwendig, um die Arbeitgeber zu einem Angebot zu bewegen. Sie bieten 9 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten. Jetzt beraten die Kollegen darüber, ob sie sich damit zufrieden geben – oder ob sie weiterkämpfen wollen. Doch fest steht: „Ohne ihren Arbeitskampf würde dieses Angebot nicht auf dem Tisch liegen“, sagt der zuständige ver.di-Sekretär Tobias Kraushaar. „Definitiv!“
An Europas größtem Frachtdrehkreuz sind 6.000 Beschäftigte im Einsatz, viele davon im Nachtdienst. Wenn ein Flugzeug landet, ziehen sie zu dritt oder viert per Hand die schweren Container heraus, schleppen schwere Pakete, stapeln und sortieren die Fracht für den Weitertransport. „Nach der Schicht ist dein Körper völlig kaputt“, berichtet Daniel Mühlbach. Hinzu kommt der ständige Zeitdruck. Bis zu 70 Flugzeuge starten und landen pro Tag am Standort. Unter enormem Tempo muss die Fracht verladen werden, damit die Maschinen wieder losfliegen können. „Wir stehen ständig unter Stress“, betont der 46-Jährige. Doch ihr Verdienst reicht vorne und hinten nicht. Wenn es gut läuft, bekommt der Ramp Agent rund 2.200 Euro raus – inklusive Nachtzulage. „Aber dann darf ich nicht krank oder im Urlaub sein.“ Das Geld reiche gerade so für Miete, Versicherungen und Einkauf, „und das war’s“.

MIL OSI