Post

Deutsches Rotes Kreuz: Mit Rauchzeichen in die zweite Verhandlungsrunde

Deutsches Rotes Kreuz: Mit Rauchzeichen in die zweite Verhandlungsrunde

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftDie Arbeitgeber haben Entgelterhöhungen von insgesamt 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten. Dieses Angebot orientiert sich am Abschluss im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen im Frühjahr dieses Jahres. Bei den Ausbildungsvergütungen können sich die Arbeitgeber eine überproportionale Erhöhung in zwei Schritten von jeweils 85 Euro vorstellen. Ausreichend ist das nicht.
Zudem: Eine spürbare Verbesserung der Bezahlung für Notfallsanitäter*innen verweigert das DRK weiter. Bei der Praxisanleiter-Zulage im Sozial- und Erziehungsdienst kann sich das DRK hingegen Verbesserungen vorstellen. Um Anspruch auf die Zulage zu haben, müssen Beschäftigte mindestens mit 15 Prozent ihrer Arbeitszeit als Praxisanleiter*innen tätig sein. In der Praxis ist das allerdings oft schwer nachzuweisen. Die 15-Prozent-Regel könnte jetzt fallen.
ver.di fordert 8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 350 Euro 
ver.di fordert eine Erhöhung der Entgelte um 8 Prozent, mindestens jedoch um 350 Euro monatlich. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 200 Euro monatlich steigen. Auch die bestehenden Zulagen sollen spürbar angehoben werden. Für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter fordert ver.di eine Aufwertung ihrer Arbeit. Zudem setzt sich ver.di für höhere Nacht- und Schichtzuschläge sowie zusätzliche freie Tage ein – als fairen Ausgleich für die besonderen Belastungen in den DRK-Berufen.
Beim Deutschen Roten Kreuz arbeiten bundesweit rund 150.000 Beschäftigte – in der Pflege, im Rettungsdienst, in Kindertagesstätten, in der Behindertenhilfe, in der Flüchtlingshilfe und vielen weiteren Bereichen. Für etwa 45.000 Beschäftigte gilt der sogenannte DRK-Reformtarifvertrag, der in Einrichtungen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Brandenburg und Thüringen, Hamburg, Niedersachsen und Bremen Anwendung findet.

MIL OSI