Source: Bundestag – BÜNDNIS DIE GRÜNEN BUNDESPARTEI
Der aktuelle Bericht des Deutschen Wetterdienstes zur Frühjahrsdürre 2025 zeigt, dass dieses Frühjahr zu den drei trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 gehört. Gleichzeitig warnt der Deutsche Wetterdienst vor einem möglichen „Jahrhundertsommer“ mit überdurchschnittlichem warmem und trocknem Wetter.
Die Klimakrise hat konkrete Auswirkungen: Dürre in Deutschland führt zu erheblichen Unsicherheiten für landwirtschaftliche Betriebe, die mit Ernteausfällen und verminderten Erträgen zu kämpfen haben. Die fehlende Bodenfeuchte beeinträchtigt zudem die langfristige Fruchtbarkeit der Böden, was die landwirtschaftliche Produktion zusätzlich belastet. Auch wirtschaftlich sind die Folgen deutlich spürbar: Niedrigwasser schränkt den Schiffsverkehr auf wichtigen Wasserstraßen wie dem Rhein ein, was direkte Auswirkungen auf Lieferketten, Rohstofftransporte und Produktionsabläufe in Industrie und Mittelstand hat. Diese Einschränkungen führen zu steigenden Kosten und Unsicherheiten für zahlreiche Unternehmen.
Aufschieben der Klimaneutralität bis 2050 – ein fatales Signal in die falsche Richtung
Vorstöße wie zuletzt von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, man solle die Klimaneutralität auf das Jahr 2050 verschieben, zeigen nicht nur, wie beharrlich viele Kräfte in der der Union die Klimakrise ignorieren, auch setzen diese die Zukunft unseres Landes leichtfertig aufs Spiel. Denn wer Klimapolitik aufschiebt, nimmt in Kauf, dass die Kosten der Krise vor allem von den Schwächsten getragen werden – und schwächt zugleich unsere wirtschaftliche Zukunft.
Energiewende statt Stillstand – Klimaneutralität jetzt sichern
Unternehmen benötigen jetzt verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Die Energiewende ist keineswegs ein Kostenfaktor, wie Michael Kretschmer fälschlicherweise behauptet, sondern ein wichtiger Modernisierungs- und Investitionsschub für Deutschland – besonders für Mittelstand und Handwerk. Sie schafft langfristig bezahlbaren Strom, ohne dass die Industrie auf teure Subventionen angewiesen ist. Wer heute sagt, Deutschland könne mit der Klimaneutralität bis 2050 warten, ignoriert bewusst die Realität und gefährdet damit unsere gemeinsame Zukunft.
