Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie
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11.04.2025 – Pressemitteilung – Erneuerbare Energien
Einleitung
Künftig wird in Namibia grünes Eisen klimafreundlich durch erneuerbar-produziertem Wasserstoff hergestellt. Mit Hilfe des Projekts Oshivela (auch bekannt unter dem Namen HyIron) wurde die erste industrielle CO₂-freie Produktionsstätte auf dem afrikanischen Kontinent errichtet. Nun wird diese im Rahmen einer Eröffnungsfeier in Betrieb genommen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat das Vorhaben durch die Förderrichtlinie für internationale Wasserstoffprojekte mit rund 13 Millionen Euro gefördert.
Die in Oshivela eingesetzte Technologie kann direkt reduziertes Eisen herstellen – also die Umwandlung von Eisenerz in Eisen vollziehen, jedoch ohne den CO₂-intensiven Prozess im Hochofen.Dank des Einsatzes von grünem Wasserstoff können dabei CO₂-Emissionen eingespart werden. Gute lokale Bedingungen für die kostengünstige Herstellung von grünem Wasserstoff mittels PV-Anlage und eines 12-Megawatt-Elektrolyseurs, machen dies in Namibia möglich.
Jährlich wird die Anlage rund 15.000 Tonnen grünes Eisen produzieren. Damit besteht das Potenzial mehr als 20.000 Tonnen CO₂ pro Jahr einzusparen im Vergleich zum konventionellen Hochofenprozess. Eine zweite und dritte Phase zur Erweiterung der Anlage befindet sich bereits in Planung.
Grünes Eisen ist ein wichtiges Vorprodukt für die Dekarbonisierung der Stahlproduktion. Oshivela kann somit auch den Weg deutscher Unternehmen hin zu einer klimafreundlichen Stahlindustrie unterstützen.
Gleichzeitig trägt eine lokal entstehende Wasserstoffwirtschaft zum Aufbau grüner Wertschöpfungsketten in Namibia und somit ebenfalls zu einer tragfähigen Industrialisierung und Diversifizierung der namibischen Wirtschaft bei. Rund 100 direkte und indirekte Arbeitsplätze hat das Projekt bereits geschaffen, mehrere tausend zusätzliche Arbeitsplätze sind mit den weiteren Ausbaustufen in Planung.
Neben der Staatspräsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah und zahlreichen weiteren hochrangigen Gästen besuchte auch eine deutsche Delegation, auch des BMWK die feierliche Eröffnung der Anlage, darunter der deutsche Botschafter in Namibia.
Mit der Förderrichtlinie für internationale Wasserstoffprojekte unterstützt das BMWK deutsche Unternehmen dabei, Vorhaben für grünen Wasserstoff und seine Derivate im außereuropäischen Ausland umzusetzen. Die Maßnahme ist Teil der fortgeschriebenen Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung und unterstützt die Wasserstoff-Importstrategie.
