Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftDie Beschäftigten haben klare Erwartungen – doch beim Verhandlungsauftakt am 15. Januar hat die Arbeitgeberseite kein Angebot vorgelegt. Während die BVG immerhin einräumt, dass es Nachholbedarf bei der Bezahlung gibt, wird deutlich: Zwischen den Positionen der Tarifparteien liegen Welten.
Die ver.di-Tarifkommission fordert deutliche Verbesserungen, um die Arbeitsbedingungen zu stabilisieren und den öffentlichen Nahverkehr in Berlin zukunftsfähig zu machen. Konkret wollen sie:
750 Euro mehr pro Monat für alle Beschäftigten
300 Euro Fahrdienst-/Wechselschichtzulage
200 Euro Schichtzulage
ein 13. Monatsgehalt als Weihnachtszuwendung
„Ohne spürbare Entgeltsteigerungen ist es unmöglich, die Beschäftigten zu halten oder neues Personal zu gewinnen“, betont ver.di-Verhandlungsführer Jeremy Arndt. „Das ist aber dringend nötig, um den Fahrbetrieb der BVG zu stabilisieren und perspektivisch auszubauen.“
Die Forderungen der Beschäftigten kommen nicht von ungefähr: Obwohl die BVG das größte Nahverkehrsunternehmen Europas ist, rangieren ihre Gehälter im deutschlandweiten Vergleich des öffentlichen Nahverkehrs fast am unteren Ende. Im Vergleich mit anderen Bundesländern fallen die Löhne deutlich niedriger aus. Gleichzeitig verschärft sich der Personalmangel, vor allem im Fahrdienst. Die Folgen sind reduzierte Taktzeiten, kurzfristige Ausfälle und eine wachsende Belastung für das verbleibende Personal.
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BVG-Tarifverhandlung: Vorerst kein Streik
