Source: Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt ist tief besorgt über die gestrige Verabschiedung von zwei Gesetzen in der israelischen Knesset gegen das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA).
UNRWA stellt unentbehrliche und lebensrettende humanitäre Hilfe und Grundversorgungsleistungen für Palästina-Flüchtlinge in Gaza, in Ost-Jerusalem, im Westjordanland sowie in der gesamten Region bereit. Ohne die Arbeit von UNRWA stünde die lebenswichtige humanitäre Hilfe in Gaza am Rand des Zusammenbruchs.
Schon jetzt befinden sich in Gaza 2,2 Millionen Menschen in einer dramatischen Notlage. 86 Prozent der Bevölkerung leiden an akuter Mangelernährung. Im Westjordanland und Ost-Jerusalem wäre die Schulbildung von fast 50.000 Kindern bedroht, in Gaza hätten hunderttausende Kinder keinerlei Hoffnung mehr auf Bildung. Auch die Gesundheitsversorgung zehntausender Menschen wäre in Gefahr.
Die israelische Regierung muss nun sicherstellen, dass UNRWA weiterhin das Mandat der UN-Generalversammlung erfüllen kann. Dazu muss UNRWA auch zukünftig in der Lage sein, für die Palästinenserinnen und Palästinenser in Gaza, im Westjordanland und in Ost-Jerusalem lebensrettende humanitäre Hilfe sowie Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung zu erbringen. Palästinenserinnen und Palästinenser haben – ebenso wie die Menschen in Israel – ein Recht auf ein Leben in Sicherheit und Würde in einem eigenen Staat.
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Auswärtiges Amt zur Verabschiedung von Gesetzen gegen UNRWA
