Source: Auswärtiges AmtDie deutsch-kamerunischen Beziehungen sind geprägt durch regelmäßige Kontakte auf Regierungs- und Parlamentsebene sowie vielfältige zivilgesellschaftliche Verflechtungen und Partnerschaften. Die Kolonialvergangenheit verbindet die Geschichte beider Länder auf das Engste. In den zurückliegenden zwei Jahren haben wir gemeinsam mit der kamerunischen Regierung und Zivilgesellschaft wichtige Fortschritte bei der Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit in Kamerun gemacht: Wir haben als Bundesregierung Rudolf Douala Manga Bell und Adolf Ngoso Din politisch rehabilitiert und intensive Gespräche zu Rückgaben kamerunischer Kulturgüter aus kolonialen Kontexten geführt, die sich in deutschen Museen befinden. Es ist mir wichtig, dass wir dieses Engagement mit Kamerun und auch in Deutschland aktiv fortsetzen. Deutschland steht zu seiner historischen Verantwortung.
In Tschad werde ich mir ein Bild von der humanitären Krisenbewältigung und der Unterstützung von Geflüchteten aus Sudan machen. Der Konflikt in Sudan hat zur weltweit größten humanitären Krise und Vertreibungskrise geführt. Als direkter Nachbarstaat und eines der Hauptaufnahmeländer für Geflüchtete aus Sudan spielt Tschad eine Schlüsselrolle in einer von Konflikten und Instabilität geplagten Region. Deutschland leistet Unterstützung bei der Krisenbewältigung. Dies gilt insbesondere im humanitären Bereich in Tschad, den wir in diesem Jahr mit über 30 Millionen Euro unterstützen.
Bei meinen politischen Gesprächen in Tschad werde ich unterstreichen, dass freie, faire und friedliche Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen im Dezember 2024 eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss der politischen Transition sind.
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Staatsministerin Katja Keul reist nach Kamerun und Tschad
