Post

Wandern im Nebel

Wandern im Nebel

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandNaturerleben im Herbst

Wird es kälter, kommt es häufiger zu Nebel. Warum das so ist und was man im Nebel alles erleben kann, lest ihr hier.

Vogelinsel Altmühlsee – Foto: Robert Scheidt/www.naturgucker.de

Uns Menschen wird unheimlich, wenn Nebel aufsteigt. Er wird oft in Horrorfilmen eingesetzt, wenn sich etwas Gefährliches, Übernatürliches ankündigt. Das Gefühl, dass etwas durch den Wald schleicht, das wir nicht rechtzeitig sehen können, lässt uns erschaudern.   
Dabei ist Nebel nichts anderes als eine Wolke auf der Erdoberfläche: Unzählige Wassertröpfchen schweben in der Luft und reflektieren das Licht. Obwohl Nebel immer gleich aussieht, kann er auf unterschiedliche Weise entstehen. Die relative Luftfeuchtigkeit – das Verhältnis zwischen dem aktuellen und dem maximal möglichen Wasserdampfgehalt – muss hundert Prozent erreichen, damit der Wasserdampf vermehrt kondensiert. 
Nebelbildung
Im Herbst und Winter sind die Nächte länger als die Tage, sodass sich die Luft lange abkühlen kann. Dadurch steigt die relative Luftfeuchtigkeit, denn kalte Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen als warme. Erreicht die Luft nachts eine charakteristische Temperatur, den sogenannten Taupunkt, beginnt der Wasserdampf zu kondensieren. Es entsteht Nebel. Auch wenn die Temperatur aus anderen Gründen sinkt, kann sich Nebel bilden. Nach einem Hagelsturm im Sommer dauert es beispielsweise eine Weile, bis die Eiskörner geschmolzen sind. Während dieser Zeit liegen sie am Boden und kühlen die feuchte Umgebungsluft ab. Dabei bilden sie oft flache Nebelschwaden. 
Eine weitere Sonderform des Abkühlungsnebels tritt im Gebirge auf. Wenn feuchte Luft an einer Bergflanke aufsteigt, sinken Luftdruck und Temperatur. Sobald es zur Kondensation kommt, entsteht Hebungsnebel. Verdunstet Wasser aus einem See oder einem Fluss in kalte Luft hinein, kann sich ebenfalls Nebel bilden. Dieses für den Herbst typische Phänomen nennt man Seenebel.  

Nebel erleben
Auch wir können Nebel selbst erzeugen: Wenn wir im Winter in die kalte Luft ausatmen, kondensiert Wasserdampf, weil sich die Atemluft mit der Umgebungsluft vermischt. Die dabei entstehende Wolke nennt man Mischungsnebel. 
Nebelwände zwingen Vögel auf dem Herbstzug häufig zur Zwischenlandung, da sie nichts mehr sehen und sich nicht mehr orientieren können. Wer im Herbst eine Nebelwanderung unternimmt, sollte frühmorgens aufbrechen und dann die erlösenden Sonnenstrahlen genießen.  
PS: Nebel ist auch ein knapp 1000 Seelen-Ort auf der Nordseeinsel Amrum.  

gänse und moor im nebel erleben

MIL OSI