Source: GoetheDie Vielfalt mündlicher Kulturen in Burkina Faso ist enorm. Doch wie kann diese Form von immaterieller Kulturproduktion in Zeiten politischer Umbrüche erhalten und gestärkt werden? Hier setzt das Goethe-Institut mit dem Projekt ECHO an – es steht für „Espaces pour les cultures orales“, auf deutsch „Räume für orale Kultur“. Ab dem 14. September sind die gesammelten mündlichen Überlieferungen in Burkina Faso in einer multimedialen ECHO-Ausstellung zu erleben, die 2026 auch nach Göttingen kommt.Ouagadougou14.09.2024
Der Ausstellungsraum Ludlow 38 wurde 2008 auf der Lower East Side Manhattans als experimenteller Ort für Gegenwartskunst in der Tradition des deutschen Kunstvereins gegründet. Seit der Einführung eines Residenzprogramms für junge Kuratorinnen und Kuratoren im Jahr 2011 – der MINI/Goethe-Institut Curatorial Residencies Ludlow 38 – werden die Ausstellungen von jährlich wechselnden Kuratorinnen und Kuratoren aus Deutschland konzipiert.
Kurator und Jurist
2018 wird Avi Feldman das Programm gestalten. Ausgewählt wurde er von einer internationalen Expertenjury bestehend aus Larissa Harris (Queens Museum of Art), Christian Rattemeyer (Museum of Modern Art) sowie Nicolaus Schafhausen (Kunsthalle Wien). Sie erachteten Feldmans Vorschlag, mit Künstlern, Wissenschaftlerinnen und Aktivisten an der Schnittstelle von Kunst und Gesetz zu arbeiten, als zeitgemäß und notwendig. Der gebürtige Kanadier, Jahrgang 1976, lebt als Kurator und Autor in Tel Aviv, Berlin und Dresden. Er besitzt einen Jura-Abschluss und ist Mitglied der Israelischen Anwaltskammer. Zurzeit promoviert er in Kuratorischer Praxis im Fachbereich Kunst an der Universität Reading. Zu seinen Ausstellungs- und Performance-Projekten der jüngeren Vergangenheit zählen „Playing Hide and Law“ im tranzit, Bratislava (2017) sowie „Motions for the Agenda“ im Artport Tel Aviv (2017).
Alternativen zum Rechtssystem
Feldman will während seiner Zeit in New York vor allem die Allgegenwart von Rechtssystemen erforschen. Im Fokus stehen dabei existierende wie auch imaginäre Beziehungen zwischen dem Gesetz und den bildenden Künsten. Eröffnet wird Feldmans Programm am 8. Februar 2018 mit „We indict! (Wir klagen an!)“, einer Ausstellung über „grassroot“-Aktivismus und soziales Engagement. In Zusammenarbeit mit der Initiative „Tribunal – NSU-Komplex auflösen“ durchleuchtet sie Neonazi-Terror und institutionellen Rassismus in Deutschland. Ab dem 13. Februar startet zudem „Fictive Witness (Fiktiver Zeuge)“, eine Reihe von Lecture-Performances, die von Alex Strada und Tali Keren initiiert wurde.
Kunst trifft Gesetz
Das weitere Programm 2018 umfasst unter anderem das Projekt „The Art & Law Complex“ von Sergio Munoz Sarmiento, das rechtliche und künstlerische Ausbildung zueinander in Bezug setzt. Die erste Einzelausstellung der Künstlerin Tali Keren in den USA untersucht die Verquickung von Staat, Religion und Gesetz. Ludlow 38 ist der Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst des Goethe-Instituts New York in der Lower East Side von Manhattan, in dem seit 2008 kuratorische Experimente in der Tradition der deutschen Kunstvereine präsentiert werden. Seit Beginn des Residenzprogramms MINI/Goethe-Institut Curatorial Residencies Ludlow 38 im Jahr 2011 gestalten jährlich wechselnde Gastkuratorinnen und -kuratoren aus Deutschland das Ausstellungsangebot. Das Programm wird mit großzügiger Unterstützung von MINI ermöglicht. Mit jährlich mehr als 130 Aufenthalten von Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten in rund 50 Programmen ist das Goethe-Institut der größte deutsche Anbieter von Residenzprogrammen.
Kontakt
Viola NollStv. PressesprecherinGoethe-InstitutHauptstadtbüroTel.: +49 30 25906 471noll@goethe.de Georg BlochmannInstitutsleiterGoethe-Institut New YorkTel.: +01 212 4398 680georg.blochmann@goethe.de
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Burkina Faso : ECHO – Räume für orale Kultur
