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MHH: 100-Tage-Ultimatum abgelaufen, jetzt Streik

MHH: 100-Tage-Ultimatum abgelaufen, jetzt Streik

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftVor 100 Tagen haben Beschäftigte der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ihre Forderungen nach einem Tarifvertrag Entlastung an der Uniklinik an ihren Arbeitgeber übergeben und ein Ultimatum gestellt. 100 Tage lang hatten das Präsidium der MHH und die Landesregierung Zeit, sich auf den Weg zu Tarifverandlungen zu machen, so wie es bundesweit in der Mehrzahl der Universitätskliniken möglich war. 100 Tage sind nun verstrichen. Tatenlos. Morgen wird es deshalb eine ersten Warnstreik geben. Am Freitag, den 16. August, kommen die Beschäftigten zusammen und werden auf dem Warnstreik die nächsten Schritte zu beraten.
Land und MHH hatten eine Dienstvereinbarung zwischen der Uniklinik und Personalrat der MHH ins Spiel gebracht. ver.di lehnt eine solche Vereinbarung jedoch ab, da sie sich erheblich von einem Tarifvertrag unterscheidet. „Sie ist weniger verlässlich, weil es keine automatische Nachwirkung bei Kündigung gibt; die Gewerkschaft ist außen vor und kann nicht mit Arbeitskampfmaßnahmen Druck machen; sie kann nicht regeln, was üblicherweise in Tarifverträgen geregelt wird“, sagt ver.di-Fachbereichsleiter David Matrai. Zudem könnten die Krankenkassen sich nicht – wie bei einer tariflichen Regelung – in erheblichem Umfang an der Finanzierung beteiligen. „Deshalb lehnen wir einen niedersächsischen Sonderweg ab und halten an der Forderung nach einem Tarifvertrag fest“, sagt Matrai.

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