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ARD: ver.di ruft Sender erneut zu Warnstreiks auf

ARD: ver.di ruft Sender erneut zu Warnstreiks auf

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftAb dem 8. August ruft ver.di gemeinsam mit dem Deutschen Journalisten-Verband die 4.400 Beschäftigten beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) zu einem zweitägigem Warnstreik auf. Das bisherige Angebot des NDR stelle einen herben Reallohnverlust für die festen und freien Beschäftigten des Senders dar, betont ver.di. Seit 7. August sind ebenfalls die Beschäftigten des Bayerischen Rundfunks (BR) zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind alle Betriebsteile des BR sowie das Hauptstadtstudio in Berlin.
Seit Mai 2021 hatte es für die NDR-Beschäftigten Entgeltsteigerungen von nur 4 Prozent gegeben, während die Verbraucherpreise bis Juni dieses Jahres um 16,4 Prozent gestiegen sind. Die Forderung von ver.di nach Gehalts- und Honorarsteigerungen für feste wie auch freie Beschäftigte von 10,5 Prozent für dieses Jahr soll lediglich annähernd die Inflation dieses Jahres und der vergangenen drei Jahre ausgleichen, heißt es in einer ver.di-Pressemitteilung aus Niedersachsen-Bremen zum Streik. Der bisherige Entgelttarifvertrag ist Anfang dieses Jahres ausgelaufen. „Die Kolleg*innen sehen keinen anderen Weg, als ihre Arbeit niederzulegen, denn in den Verhandlungen, die bereits im Januar 2024 begonnen haben, sind wir einer Lösung im Sinne der Beschäftigten bisher nicht einmal nahegekommen. Die Kaufkraftverluste, die der NDR uns zumuten will, sind nicht akzeptabel“, sagte Stephanie Steffen, Vorsitzende des ver.di-Senderverbands im NDR. „Das Angebot des NDR von Entgeltsteigerungen von 7,17 Prozent innerhalb der nächsten drei Jahre ist weniger als ein Viertel unserer ver.di-Forderung“, sagt Steffen.
Die 8. Verhandlungsrunde mit dem NDR geht in Hamburg am 26. August weiter. Zeitgleich finden im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Tarifverhandlungen bei Radio Bremen und der Bremedia, beim Westdeutschen Rundfunk (WDR), beim Südwestrundfunk (SWR) und beim Bayerischen Rundfunk (BR) statt. Die Beschäftigten von Radio Bremen und die Bremedia unterstützen mit einer aktiven Mittagspause in Bremen vor dem Sender.
In einer ver.di-Pressemitteilung aus Bayern heißt es zum aktuellen Warnstreik beim BR: Vor der nächsten Verhandlungsrunde am 12. August seien die Beschäftigten des BR aufgerufen, nochmal ein eindrückliches Zeichen für das dringend benötigte Lohnplus zu setzen. Mit zahlreichen Ausfällen und Einschränkungen im Programm des BR sei zu rechnen. Während Beschäftigte im öffentlichen Dienst einen Kaufkraftausgleich von 11,2 Prozent über 25 Monate erhielten, biete der BR lediglich 4,71 Prozent für zwei Jahre an – ohne Erhöhung für 2025. ver.d fordert auch hier 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro. Der BR-Vorschlag würde angesichts der Inflation einen „drastischen Kaufkraftverlust“ für die Beschäftigten bedeuten. Annette Greca von ver.di kritisiert: „Der BR verwehrt seinen Beschäftigten einen Kaufkraftausgleich, wie ihn die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in der letzten Tarifrunde erhalten haben, das ist unfair!“
Weitere Informationen: rundfunk.verdi.de

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