Source: Auswärtiges AmtIm Indo-Pazifik entscheiden sich viele der großen Menschheitsfragen des 21. Jahrhunderts. Und mit den pazifischen Inselstaaten verbindet uns eine Vielzahl dieser Themen. Zuvorderst der Einsatz für den Schutz des Klimas und der Lebensgrundlagen, aber auch die Stärkung der regelbasierten internationalen Ordnung, der Erhalt von Kulturgütern und die Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit in Teilen einiger Inselstaaten. Die Eröffnung einer deutschen Botschaft in Suva und die hochrangigen Reisen von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung in den vergangenen zwei Jahren unterstreichen unser Engagement.
Ich freue mich, als erste Vertreterin der Bundesregierung seit über 30 Jahren in Samoa mit der samoanischen Regierung regionale und multilaterale Fragen erörtern zu können. Die feierliche Rückgabe eines historischen Bootsstevens aus der Sammlung des Bremer Übersee-Museums an Samoa wird ein besonderer Moment sein. Das Artefakt kehrt endlich dorthin zurück, wo es hingehört. Zugleich stellen wir uns damit unserer kolonialen Vergangenheit in der Region. Der Bootssteven wird ab September 2024 in einer Ausstellung, die gemeinsam mit dem Übersee-Museum Bremen entwickelt wurde, an der National University of Samoa zu sehen sein.
Dass mein Besuch auf den Salomonen der erste überhaupt einer Vertreterin der Bundesregierung ist, zeigt was wir aufzuholen haben. Umso wichtiger ist nun der Dialog mit den Mitgliedern der neugewählten Regierung und die Projektbesuche vor Ort.
In Papua-Neuguinea, dem größten pazifischen Inselstaat, werde ich mich mit Regierungsmitgliedern, Kirchenvertretern sowie Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und aus Museen zu bilateralen und regionalen Themen sowie zur kolonialen Vergangenheit austauschen. Unser Ziel ist, die Zusammenarbeit in internationalen Foren und auch beim Kampf gegen die Folgen des Klimawandels weiter zu vertiefen.
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Staatsministerin Keul vor ihrer Reise nach Samoa, zu den Salomonen und nach Papua-Neuguinea
