Post

Tarifverhandlung Seehäfen: Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde

Tarifverhandlung Seehäfen: Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftVor zwei Jahren wurden die Gespräche von einer Serie von Warnstreiks begleitet, die die Häfen rund 80 Stunden lahmlegten. Ob es erneut zu Warnstreiks kommt, sollte der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) in der zweiten Verhandlungsrunde wieder kein Angebot vorlegen, bleibt erstmal abzuwarten.
„Die Beschäftigen sind enttäuscht und empört darüber, dass die Arbeitgeber kein Entgegenkommen gezeigt haben, sondern nur auf ihre eigene schwierige wirtschaftliche Lage und die Konkurrenz zu ausländischen Häfen verwiesen haben. Damit haben sie der Arbeit der Beschäftigten keine Wertschätzung entgegengebracht“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführerin Maren Ulbrich und weist darauf hin, dass Wettbewerbsdruck und Bilanzprobleme nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden dürfen.
„Sollten die Arbeitgeber auch in der zweiten Runde kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, müssen wir den Druck erhöhen“, erklärt Ulbrich. Bereits zum Verhandlungsauftakt vor der ersten Verhandlungsrunde hatten Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter in Bremerhaven für ihre Forderungen demonstriert.
Insbesondere die unteren Lohngruppen müssen deutlich mehr Einkommen erhalten, die Inflation der vergangenen Jahre hat sie besonders schwer getroffen, betont die ver.di-Verhandlungsführerin. Zudem müssen die Lohnunterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen reduziert werden.
Am 17. und 18. Juni geht es mit der dritten Verhandlungsrunde in Hamburg weiter. 

MIL OSI