Source: DGB – Bundesvorstand02.04.2024
Tarifticker
DGB-Tarifmeldungen vom 26. März bis zum 2. April 2024
Ver.di ruft für den 2. April 2024 die Beschäftigten in der Druckindustrie und im Backoffice-Bereich der Postbank zu Warnstreiks auf. Damit soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden. Für die Kolleg*innen in der Zuckerindustrie hat die NGG einen Tarifabschluss erzielt. Die Einkommen steigen dauerhaft um 5,5 Prozent. In der Tarifrunde Luftsicherheit haben die Arbeitgeber dem Vorschlag zur Schlichtung zugestimmt.
Unsere Tarifmeldungen der Woche für die DGB-Gewerkschaften:
Streik der Postbank-Beschäftigten im Backoffice-Bereich
Ver.di ruft ab heute, 2. April 2024, zu weiteren Streiks bei der Postbank auf. Dieses Mal finden die Streiks ausnahmslos in den Backoffice-Bereichen statt. Gestreikt wird heute an den Standorten Hameln und Hamburg, am 3. April 2024 zusätzlich an den Standorten Dortmund/Essen, Frankfurt, Köln, München und Saarbrücken und am 4. April 2024 an den Standorten Dortmund/Essen, Frankfurt, Köln, München und Saarbrücken. Hintergrund sind weiterhin schleppenden Tarifverhandlungen.
Der nächste Verhandlungstermin für die Postbank-Beschäftigten ist am 16. April 2024 in Frankfurt am Main.
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Warnstreiks in der Druckindustrie
Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Druckindustrie ab heute, dem 2. April 2024, bis zur nächsten Verhandlungsrunde zu ersten Warnstreiks auf. Hintergrund sind die bisherigen ergebnislosen ersten beiden Verhandlungsrunden für die circa 110.000 Beschäftigten der Druckindustrie. Die Beschäftigten fordern 12 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeberseite mit dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) hat in der 2. Verhandlungsrunde gerade einmal 2 Prozent zum 1. Juni 2024 und weitere 1 Prozent zum 1. Juni 2025 angeboten.
Die 3. Verhandlungsrunde findet am 16. April 2024 in Berlin statt.
Zur ver.di Pressemitteilung
Tarifabschluss in der Zuckerindustrie: 5,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten
Ab dem 1. April 2024 steigen die Entgelte dauerhaft um 5,5 Prozent. Die Ausbildungsvergütung steigt in allen Ausbildungsjahren um 100 Euro. Es gibt einen Anspruch auf einen zusätzlichen freien Tag zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung (Abschlussprüfung Teil 2). Das Urlaubsgeld wird ab dem Jahr 2024 dauerhaft von 20,45 Euro pro Tag auf 34 Euro pro Tag erhöht. Bei Vollzeit erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld von jährlich 613,50 Euro dauerhaft auf 1.020 Euro. Das gilt auch für die Auszubildenden. Es wurde ein Anschlusstarifvertrag ab dem 1. April 2024 mit 12 Monaten Laufzeit vereinbart.
Zur Meldung der NGG
Tarifergebnis bei Lufthansa Boden: ver.di starte mit Mitgliederbefragung
Nachdem die Gewerkschaft ver.di und der Lufthansa-Konzern ihre Zustimmung zum Schlichtungsvorschlag im laufenden Tarifkonflikt erklärt haben, hat nun auch die zuständige ver.di-Tarifkommission dem Kompromiss zugestimmt und den ver.di-Mitgliedern eine Annahme empfohlen.
Für die rund 25.000 Beschäftigten gibt es demnach eine 2-stellige Gehaltserhöhung von bis zu 18 Prozent in 2 Schritten auf 2 Jahre. Darüber hinaus erhalten alle Beschäftigten eine Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 3.000 Euro, die in 2 Tranchen ausgezahlt wird. ver.di führt jetzt eine Mitgliederbefragung durch, die abschließend über Annahme oder Ablehnung des Ergebnisses entscheiden wird. Die Mitgliederbefragung läuft bis Mitte April.
Zur ver.di-Pressemitteilung
Tarifrunde Luftsicherheit: Arbeitgeber stimmen dem Vorschlag für Schlichtung zu
In der laufenden Tarifrunde für die rund 25.000 Beschäftigten in der Luftsicherheit ist der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) dem Vorschlag der Gewerkschaft ver.di für eine Schlichtung gefolgt. Als gemeinsamer Schlichter wird Dr. Hans-Henning Lühr benannt.
Das Verfahren beginnt am Freitag, dem 5. April 2024. Spätestens am Sonntag, 7. April 2024, 24 Uhr, soll eine Schlichtungsempfehlung vorliegen. Die Empfehlung ist für beide Seiten nicht verbindlich. Bis zum Ende der Schlichtung wird ver.di nicht zum Streik aufrufen.
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