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Stark-Watzinger: Mit der Antisemitismus-Studie leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage

Stark-Watzinger: Mit der Antisemitismus-Studie leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage

Source: Bundesministerium fur Bildung und ForschungBundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat heute die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebene Studie „Studentisches Meinungsklima zur Gewalteskalation in Israel und Gaza und Antisemitismus an deutschen Hochschulen“ vorgestellt.
Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger:
„Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober beobachten wir eine deutliche Zunahme antisemitischer und israelfeindlicher Vorfälle. Gerade auch an Hochschulen kam es zu israel- und judenfeindlichen Aktionen. Daher haben wir im Dezember 2023 eine Studie zu Antisemitismus an Hochschulen in Auftrag gegeben. Mit dieser Studie wollen wir einen aktuellen Beitrag leisten, indem wir die Datenlage zu Antisemitismus an Hochschulen verbessern. Dass ein hoher Anteil der jüdischen Studierenden Diskriminierung erlebt oder beobachtet, ist erschreckend. Deshalb müssen Hochschulleitungen konsequent von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und die Länder ihr Hochschulrecht hinsichtlich der Möglichkeit einer Exmatrikulation in besonders schweren Fällen überprüfen und anpassen. Und ich rufe insbesondere die nicht-jüdischen Studierenden auf, Zivilcourage zu zeigen und an ihren Hochschulen Stellung zu beziehen. Denn es darf keinen Platz für Israel- und Judenhass an deutschen Hochschulen geben.“
Hintergrund
Für die Schnellbefragung haben Professor Thomas Hinz und sein Team von der Universität Konstanz im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über 2000 Studierende deutscher Hochschulen zur ihren Einstellungen und Erfahrungen hinsichtlich Antisemitismus befragt. Zur Einordnung der Ergebnisse wurden zudem Personen aus der übrigen Bevölkerung befragt.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass rund ein Drittel der jüdischen Studierenden selbst Diskriminierung erlebt hat, mehr als die Hälfte hat Diskriminierung beobachtet. Bei acht Prozent der befragten Studierenden sind allgemeine antisemitische Einstellungen zu beobachten. Bei acht Prozent ist israelbezogener Antisemitismus festzustellen, was dem Anteil in der Gesamtbevölkerung entspricht.
Weitere Informationen
www.bmbf.de/studie-antisemitismus-an-hochschulen

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