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Prof. Monika Ankele leitet das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité

Prof. Monika Ankele leitet das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité

Source: Charite – Universitatsmedizin BerlinProf. Monika Ankele hat zum 1. März die Professur für Medizingeschichte und Medizinische Museologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernommen. Damit verbunden ist die Leitung des Berliner Medizinhistorischen Museums (BMM) der Charité. Prof. Ankele kommt von der Medizinischen Universität Wien und folgt auf Prof. Thomas Schnalke, der die Professur seit 2000 innehatte und nun im Ruhestand ist. Prof. Ankele ist Historikerin und war zuletzt Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Organisationseinheit Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin der Medizinischen Universität Wien (Josephinum). Die gebürtige Österreicherin freut sich auf den Wechsel an die Charité: „Die Leitung des modernisiert wiedereröffneten BMM zu übernehmen, erfüllt mich mit großer Freude. Mein Ziel ist es, das Museum als Schnittstelle zwischen Klinik und Öffentlichkeit zu stärken und zu einem Haus weiterzuentwickeln, das sich für kritische Reflexionen durch Forscher:innen, Mediziner:innen, Künstler:innen, Studierende und die Zivilgesellschaft öffnet.“ Sie ergänzt: „Zudem werde ich in den Ausstellungen und der Forschung einen Schwerpunkt auf die Verbindungen zwischen Kunst und Medizin legen. Dafür möchte ich auch auf die Kunstsammlung der Charité zurückgreifen. Die ersten Ausstellungen, die ich plane, werden einen Blick auf die Medizin aus der Perspektive der Patient:innen entfalten und dabei auch künstlerisch forschende Zugänge einbeziehen.“  Zu ihren Forschungsinteressen erklärt die 45-Jährige: „Im Fokus meiner Forschungen stehen Objekte und mit ihnen die materielle Kultur der Medizin: Wie rahmen Dinge medizinisches Handeln, auf welche Weise gestalten sie die Arzt-Patienten-Beziehungen, wie prägen sie Krankheitserfahrungen, und welche ethischen Dimensionen sind ihnen eingeschrieben? Der Zugang über Objekte ermöglicht eine Verbindung unterschiedlicher Perspektiven auf die Medizin und ihre Geschichte. Ein gutes Beispiel dafür sind meine Forschungen zum Krankenbett oder zu Selbstzeugnissen von Patientinnen aus psychiatrischen Anstalten.“ Darüber hinaus vertritt Prof. Ankele das medizinisch-museologische Fachgebiet mit Fokus auf das 18. bis 21. Jahrhundert auch in der Lehre: „Das Museum mit seinen medizinhistorischen Sammlungen und Ausstellungen bietet einen idealen Ausgangspunkt für eine Lehre, die von den Objekten ausgeht und die sich, in Anlehnung an den Pathologen und Museumsgründer Rudolf Virchow, an einer Schulung des Sehens orientiert. Ich möchte unter den Studierenden das Bewusstsein für die materielle Dimension der Medizin und die ihr eingeschriebenen kulturellen, sozialen und ethischen Aspekte schaffen. Zudem will ich das Museum und seine Bestände als Lernort für Studierende öffnen und ihren Zugängen und Überlegungen im Museum und in den Ausstellungen Raum geben.“

MIL OSI