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Film ab: Kinobeschäftigte streiken für 14 Euro Einstiegslohn

Film ab: Kinobeschäftigte streiken für 14 Euro Einstiegslohn

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftCineStar hat sich in den laufenden Tarifverhandlungen zwar bereit gezeigt, Verbesserungen anzubieten. „Das aktuelle Angebot sieht für die Einarbeitungsphase aber gerade einmal 5 Cent mehr als der gesetzliche Mindestlohn vor. Damit ignoriert CineStar offenkundig die Lebensrealität der Kolleginnen und Kollegen. Wir erwarten substanzielle Nachbesserungen in den kommenden Verhandlungen,“ so die ver.di-Verhandlungsführerin Martha Richards. CinemaxX hingegen weigere sich in den Tarifverhandlungen, überhaupt ein Angebot vorzulegen, das Verbesserungen für alle Beschäftigten und Lohngruppen enthält. „Dass CinemaxX rund zwei Drittel der Kolleginnen und Kollegen vom Tarifgeschehen abkoppeln will und nur noch den gesetzlichen Mindestlohn zahlen möchte, ist eine Provokation“, kritisiert Richards.
CinemaxX, CineStar und UCI zählen zu den größten Kinobetreibern Deutschlands, die 2023 mit Filmen wie „Avatar 2“, „Super Mario Bros.“, „Barbie“ und „Oppenheimer“ ein äußerst erfolgreiches Kinojahr verbuchen konnten. „Die Mitarbeitenden hingegen haben Schwierigkeiten, von den niedrigen Löhnen die rasant gestiegenen Lebenshaltungskosten zu bewältigen. Die Warnstreiks sind ein klares Signal an die Arbeitgeber, unsere Forderungen ernst zu nehmen“, so Richards.
Konzernübergreifende Solidarität
„Die ver.di-Mitglieder in den drei Kinoketten sind sich einig und ziehen trotz unterschiedlicher Arbeitgeber an einem Strang: Die Tariflöhne bei CinemaxX, CineStar und UCI müssen bereits im Einstiegslohn deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen und für langjährig Beschäftigte eine gute Lohnentwicklung bieten“, fordert Richards. Die konzernübergreifende Solidarität unter den Beschäftigten sei beeindruckend: „Es gibt Einigkeit und ausgeprägten gemeinsamen Durchsetzungswillen, die ähnlichen Probleme in den Arbeitsbedingungen trotz formal getrennter Verhandlungsabläufe mit den drei Konzernen gemeinsam anzugehen“, so die Gewerkschafterin.
Das bestätigt auch eine UCI-Beschäftigte, die anonym bleiben möchte. 2017 hat sie zum ersten Mal gestreikt, und das hat einen tiefen Eindruck bei ihr hinterlassen. Jetzt sagt sie: „In dieser Tarifrunde ist es einfach super spannend, zu sehen, wie die anderen Kinoketten zeitgleich am gleichen Strang ziehen! Ich mag das Gefühl, dass wir nicht nur für uns, sondern für alle etwas bewegen und wirkliche Verbesserungen schaffen können!“
Das Verhandlungsmotto: „Film ab: Wir sind die Stars“

MIL OSI