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Das Bodenpersonal der Lufthansa und der Luftfahrtsicherheit fordern deutlich mehr Geld

Das Bodenpersonal der Lufthansa und der Luftfahrtsicherheit fordern deutlich mehr Geld

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftDie erste Verhandlungsrunde in der aktuellen Tarifrunde am 18. Januar endete für die Beschäftigten wie Christine Springel enttäuschend: Seitens der Lufthansa gab es nicht einmal ein Angebot. Darüber zeigt sich auch ver.di-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky enttäuscht: „Für die Beschäftigten, die jeden Tag alles geben, ist dieses Verhalten nicht nachvollziehbar. Aber auch für Passagiere ist es kein gutes Signal, denn sie leiden ebenfalls unter dem Personalmangel bei der Lufthansa. Es braucht deshalb schnelle Lösungen, um als Arbeitgeber wieder attraktiv zu werden.“
Die Tarifverhandlungen werden am 23. Januar fortgesetzt. Mögliche Arbeitskampfmaßnahmen will der ver.di-Sekretär bis dahin nicht ausschließen: „Wir hätten im Sinne eines guten und schnellen Tarifabschlusses ein verhandlungsfähiges Angebot erwartet. Diese Situation werden wir nun mit den Beschäftigten in den Betrieben diskutieren und daraufhin Entscheidungen zu Streiks treffen.“
ver.di fordert für die rund 25.000 Beschäftigten deutlich höhere Gehälter. Das Entgelt der Beschäftigten soll um 12,5 Prozent, mindestens aber um 500 Euro im Monat steigen, die Ausbildungsvergütungen um 250 Euro monatlich. Zusätzlich soll es eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro, eine neue monatliche Schichtzulage von 3,6 Prozent des Grundgehalts sowie schnellere, jährliche Stufensteigerungen und eine Erhöhung des Zuschlags zum Urlaubsgeld um 12,5 Prozent geben. „Unsere Forderungen sind das Mindeste, wenn der Personalmangel und das Chaos im Luftverkehr beendet werden sollen“, so Marvin Reschinsky. „Die Lufthansa investiert trotz Rekordgewinnen zu wenig ins Personal. Auch deshalb erleben wir noch immer einen gestörten Luftverkehr.“
Die Beschäftigten sind bereit zu kämpfen
„Mit unserer aktuellen Vergütung wird es immer schwieriger das ganz normale Leben zu bestreiten. Einige wissen nicht, wie sie weiter Miete, Auto und Lebensmittel bezahlen sollen – und das, obwohl wir bei einem erfolgreichen Weltkonzern arbeiten“, berichtet Udo Stoye, Crew-Busfahrer am Standort Frankfurt. „Diese Ungerechtigkeit muss aufhören!“

MIL OSI