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DGB-Tarifmeldungen vom 8. bis zum 12. Januar 2024

DGB-Tarifmeldungen vom 8. bis zum 12. Januar 2024

Source: DGB – Bundesvorstand12.01.2024
Tarifticker
DGB-Tarifmeldungen vom 8. bis zum 12. Januar 2024
Nach wochenlangen Konflikten hat die NGG für die Beschäftigten beim Schul- und Kitacaterer Vielfalt Menü einen Tarifabschluss erzielt. Für Köche und Fachkräfte steigt der Lohn bis zum 1. Januar 2025 um mehr als 300 Euro. Die Arbeitnehmer*innen beim Getränkehersteller MEG in Sachsen-Anhalt und bei Jacobs-Kaffee in Berlin haben in der vergangenen Woche gestreikt. Sie fordern u.a. mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen.
Unsere Tarifmeldungen der Woche für die DGB-Gewerkschaften:

Tarifabschluss bei Vielfalt Menü Dresden-Kesselsdorf erzielt
Nach einem wochenlangen Konflikt und 12 Streiktagen hat die NGG für die Beschäftigten des Schul- und Kitacaterer Vielfalt Menü einen Tarifabschluss für höhere Löhne erzielt. Für Köche und Fachkräfte steigt der Lohn bis zum 1. Januar 2025 um mehr als 300 Euro. Auch die Küchenmitarbeitenden und die Beschäftigten in der Spüle erhalten eine spürbare Erhöhung von über 140 Euro.
Das Unternehmen hat rund 1.000 Beschäftigte, ein Großteil davon arbeitet an Standorten in Ostdeutschland. Das Unternehmen versorgt täglich Tausende Kinder in den Schulen und Kindertagesstätten.
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2025.
Zur Meldung der NGG-Ost
Arbeitsniederlegung beim Getränkehersteller MEG
In dieser Woche haben die Beschäftigten des Lidl-/Kaufland-Getränkeherstellers MEG in Leißling und Jessen, Sachsen-Anhalt, gestreikt. Bei eisigen Temperaturen haben sie ihre Arbeit für jeweils 48 Stunden eingestellt. Die Mitarbeiter*innen fordern eine 35-Stunden-Woche, höhere Zuschläge, mehr Weihnachts- und Urlaubsgeld und vieles mehr, alles geregelt in einem Manteltarifvertrag. Das Unternehmen der Schwarz-Gruppe, zu dem Lidl und Kaufland gehören, blockiert weiterhin Tarifverhandlungen.
Zur Meldung der NGG-Ost
Tarifrunde Holz und Kunststoff 2023/2024: Weiterhin keine Einigung
Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie endete ergebnislos. Am vergangenen Mittwoch, 10. Januar 2024, verhandelten IG Metall und Arbeitgeber im Tarifgebiet Thüringen. Zuvor wurde bereits in den Tarifgebieten Bayern, Niedersachsen und Bremen sowie Westfalen-Lippe verhandelt. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern brachten bislang keine Annäherung.
Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 8,5 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem eine soziale Komponente, zum Beispiel in Form einer Inflationsausgleichsprämie.
Am 13. Januar 2024, 0 Uhr, endet die Friedenspflicht. Ab dann sind Warnstreiks möglich. In der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie (HVI) arbeiten bundesweit 220.000 Beschäftigte. Die Planungen für Aktionen laufen.
Zur Meldung der IG Metall
Jägermeister Kamenz: Endlich wieder ein Betriebsrat
Nach vielen Jahren gibt es wieder einen Betriebsrat bei Jägermeister im sächsischen Kamenz. Mit 87 Prozent Wahlbeteiligung wurde das 5-köpfige Gremium am 9. Januar 2024 gewählt. Der nächste Schritt ist die Gründung eines Gesamtbetriebsrates und der Abschluss eines Tarifvertrags.
Zur Meldung der NGG-Ost
Warnstreik bei Jacobs-Kaffee
Da auch die bereits 3. Tarifverhandlung keinen Durchbruch brachte, traten die Beschäftigten bei Jacobs-Kaffee in Berlin in der vergangenen Woche von Dienstagabend bis Mittwoch früh in den Warnstreik. Die NGG fordert 12,5 Prozent, mindestens aber ein Lohnplus von 450 Euro im Monat.Die Arbeitgeber bieten bislang nur 2,4 Prozent mehr Geld an.
Die Verhandlungen werden am 16. Januar fortgesetzt.
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