Source: Bundesministerium fur Bildung und ForschungAuf Einladung der Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger haben sich heute Vertreter von Bund und Ländern, jüdische Studierende, Wissenschaftler und Vertreter der Hochschulrektorenkonferenz und des Deutschen Studierendenwerks über den wachsenden Antisemitismus an Hochschulen seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel ausgetauscht.
Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger:
„Für Israel- und Judenhass darf an deutschen Hochschulen kein Platz sein. Hier ist der Rechtsstaat gefordert, aber auch die Hochschulleitungen. Sie müssen sich wie die Hochschulrektorenkonferenz klar positionieren. Wir brauchen Anlaufstellen für jüdische Studierende und müssen Maßnahmen zur Krisenintervention ergreifen. Die Hochschulleitungen dürfen nicht davor zurückschrecken, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen. Bund, Länder und Hochschulen müssen gemeinsam konsequent handeln. Ein erster Schritt war, dass die Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister der Länder vergangene Woche in der Kultusministerkonferenz mit dem Bund einen gemeinsamen Aktionsplan gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit an Hochschulen verabschiedet haben. Dieser gemeinsame Schulterschluss ist uns sehr wichtig. Wir können Antisemitismus und Israelhass nur gemeinsam bekämpfen. Mich beeindruckt der Mut der jüdischen Studentinnen und Studenten gegen Antisemitismus aufzustehen. Umso mehr gilt: Wir dürfen sie nicht alleine lassen.“
Hintergrund
Zu einem ersten Expertengespräch zur Antisemitismusprävention in der Bildung war Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger am 24. Oktober mit Vertretern von Bund und Ländern, des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie aus Wissenschaft und Praxis zusammengetroffen.
Am 14. November führte sie ein Gespräch mit Vertretern der Jüdischen Studierendenunion Deutschland.
Am heutigen Expertengespräch zu Antisemitismus an Hochschulen nahmen 16 Akteure teil, darunter Vertreter von Bund und Ländern, die Jüdische Studierendenunion und jüdische Studierende aus der Begabtenförderung, Wissenschaftler und Vertreter der Hochschulrektorenkonferenz und des Deutschen Studierendenwerks.
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Stark-Watzinger: Für Israel- und Judenhass darf an deutschen Hochschulen kein Platz sein
