Source: CDU CSU
Ohne die Möglichkeit für die Opposition, auch nur ein Komma zu verändern, peitscht die Ampel-Koalition das Heizungsgesetz durch den Bundestag. Anträge der CDU/CSU-Fraktion zur Expertenanhörung und zur Beratung in den Fachausschüssen lehnte sie rundweg ab. Damit ist die Verabschiedung des Gesetzes nicht nur verfassungsrechtlich fraglich. Die Koalition erweist auch dem Klimaschutz einen Bärendienst.
Ohne weitere Änderung will die Ampel das #Heizungsgesetz im Bundestag durchbringen: „Wir drängen auf Verbesserungen. Das geht nicht mit engstirnigem Durchpeitschen diese Woche”, macht Andreas #Jung klar. #GEGpic.twitter.com/09zwMKxUWc
— CDU/CSU (@cducsubt) September 4, 2023
Ursprünglich wollte die Regierung das Gesetz noch vor der Sommerpause verabschieden. Weil die Parlamentarier aber nicht ausreichend Zeit bekommen hatten, es auch nur zu lesen, stoppte das Bundesverfassungsgericht auf Ersuchen des CDU-Abgeordneten Thomas Heilmann das Verfahren. Nun wurde das sogenannte Gebäudeenergiegesetz gleich in der ersten Sitzungswoche nach der Sommerpause für die abschließende Lesung gleich wieder auf die Tagesordnung gesetzt.
„Eingefroren und unverändert aufgetaut“
„Das Gesetz wurde über den Sommer in die Gefriertruhe gelegt, jetzt unverändert wieder aufgetaut und uns aufgetischt“, sagt der energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Andreas Jung. „Es gab keine Gelegenheit, etwas zu verbessern.“ Der baupolitische Sprecher Jan-Marco Luczak sprach von einem Affront gegen das Verfassungsgericht. Er meint: „Das ist nur eine Simulation von parlamentarischer Demokratie.“
Es gibt viele gute und wichtige Änderungsvorschläge zum #Heizungsgesetz von Betroffenen, Verbänden und uns. Diese sollten ernsthaft im parlamentarischen Verfahren diskutiert werden, einfach über die Ferien das Gesetz liegen zu lassen, bringt nichts.
— Thomas Heilmann MdB (@ThomasHeilmann) September 3, 2023
Klage in Karlsruhe absehbar
Luczak weist darauf hin, dass Karlsruhe nicht nur mehr Zeit zum Lesen des Gesetzes angemahnt hatte, sondern auch für echte Beratungen und Verbesserungen. Der Entwurf sei so nicht beschlussreif, sagt er und befürchtet: „Die nächste Novelle steht schon bevor.“ Es könnte aber auch noch schlimmer ausgehen: „Die Klage dagegen wird so sicher kommen wie das Amen in der Kirche.“
„Bei solch hohen Risiken gefährdet die Ampel den Erfolg der Wärmewende“, gibt Jung zu bedenken. Wenn man den Klimaschutz jedoch voranbringen wolle, brauche man auch CO2-Einsparungen im Gebäudebereich. Wie hoch diese Einsparungen kraft Heizungsgesetz ausfallen werden, das kann die Ampel-Koalition – allen voran Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck – nicht einmal beziffern. Was genau das Gesetz für den Klimaschutz bringt, wollen die Bürgerinnen und Bürger aber wissen, wenn sie für den Einbau klimafreundlicher Heizungen tief in die Tasche greifen müssen.
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