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Frauen mitdenken – bei der Rente und dem Fachkräftemangel

Frauen mitdenken – bei der Rente und dem Fachkräftemangel

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftKritischer Rückblick auf Vorhaben der Ampel
Bei einem Rückblick auf insbesondere die Vorhaben der Ampelkoalition kritisiert Werneke in seiner Videobotschaft, dass das Versprechen einer Verbesserung der Renten durch die Grundrente nicht gehalten wurde. Die Einkommensprüfung, die von der Union durchgesetzt wurde, führte dazu, dass nur rund 1,1 Millionen Versicherte den Grundrentenzuschlag erhalten, obwohl eine deutlich größere Anzahl davon profitieren sollte.
Auch die erwartete Unterstützung von selbständigen Frauen blieb bisher aus, moniert Werneke. Eigentlich war diese bereits vor Corona Thema. Jetzt will die Ampelkoalition einen erneuten Anlauf bei der Altersvorsorgepflicht für Selbstständige mit dem Rentenpaket III machen. Es wird angestrebt, eine gesetzliche Regelung zur Altersvorsorgepflicht für Selbstständige einzuführen. Dabei soll eine Wahlfreiheit gegeben sein. Wie Mirschel betont auch Werneke hier die Notwendigkeit der Einbeziehung aller Selbstständigen in das gesetzliche Rentensystem, um eine Vorsorge für Risiken wie Erwerbsunfähigkeit zu gewährleisten und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden sowie „armutsfeste, branchenspezifische Mindestvergütungen”.
Wer Fachkräfte will, kann auf Frauen nicht verzichten
Stefanie Nutzenberger betont im zweiten Themenblock der Konferenz, dass Frauen für die Sicherung von Fachkräften unverzichtbar sind. Am Arbeitsmarkt und bei den Rahmenbedingen müsse sich deshalb zügig etwas verbessern. Der DGB-Bundesfrauenausschuss hatte bereits im September vergangenen Jahres ein Positionspapier beschlossen, in dem 13 Forderungen für eine Fachkräftesicherung mit Geschlechterperspektive formuliert wurden. Nutzenberger hebt daraus insbesondere die Tarifbindung hervor. „Wir wissen: Dort wo Tariflöhne greifen, ist die Lohnlücke und damit auch die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern wesentlich kleiner.” Im Papier heißt es dazu weiter „Vor dem Hintergrund der sinkenden Tarifbindung ist im Zuge der Fachkräftegewinnung deshalb eine Trendumkehr bei der Tarifbindung notwendig, mit dem Ziel einer flächendeckenden Anwendung von Tarifverträgen und höheren Entgelten für Frauen.”

MIL OSI