Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und EnergieIn Anwesenheit von Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck startet heute die Produktion von Batterie-Elektrodenmaterial im BASF-Werk in Schwarzheide. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert die innovative Anlage gemeinsam mit dem Land Brandenburg im Rahmen des ersten Batterie-IPCEIs (Important Projects of Common European Interest) mit insgesamt rund 175 Millionen Euro. Die Investition wird rund 150 neue Arbeitsplätze schaffen.
Bundesminister Robert Habeck: „Heute zieht ein weiteres Stück Zukunft in den traditionsreichen Standort der BASF inmitten der Lausitz ein – und wir erleben und sehen vor Ort, wie Transformation gelingt. Die Kombination einer hochmodernen Batterie-Aktivmaterialproduktion und einer Recyclinganlage fügt Deutschlands wachsendem Batterie-Ökosystem ein zentrales Puzzlestück hinzu. Das Vorhaben von BASF steigert unsere Souveränität entlang der Wertschöpfungskette, fördert die Kreislaufwirtschaft und stärkt so die Wirtschaftssicherheit. Vor Ort sichert neue Wertschöpfung für die grüne Transformation auch die Zukunft des Werks und schafft Arbeit in der im Strukturwandel begriffenen Lausitz.“
In der Produktionsstätte, für die BASF mehrere 100 Millionen Euro am Standort investiert hat, können jährlich Materialien für die Kathodenseite von modernen Lithium-Ionen-Batterien für ca. 400.000 vollelektrische Fahrzeuge produziert werden. Daneben baut BASF aktuell noch eine Recyclinganlage für Akkus. Der Fokus liegt auf einer besonders nachhaltigen Produktion durch die Integration von Erneuerbaren Energien am Standort und hohe Energieeffizienz.
Seit August 2020 entstehen auf dem BASF-Werksgelände in Schwarzheide zwei neue, großskalige Produktionsanlagen für Kathodenmaterialien. Mit der heutigen Inbetriebnahme gehen die Produktionsstätten in den Produktionsbetrieb für die Bemusterung bei Kunden und starten ab 2025 in die Massenproduktion. Die Anlage wird Vorprodukte aus der ebenfalls neu entstehenden BASF-Anlage in Harjavalta/Finnland verwenden, die ebenfalls im Rahmen des IPCEIs durch die finnische Regierung gefördert wird.
BASF wird am selben Standort auch eine Prototypanlage für das Batterierecycling errichten. Diese ermöglicht ab der geplanten Inbetriebnahme Ende 2023 die Entwicklung von Verfahren, um eine höhere Rückgewinnung von Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan aus ausgedienten Lithium-Ionen-Batterien zu erreichen. Gleichzeitig können in der Anlage auch Metalle aus Produktionsausschuss von Zellherstellern und Herstellern von Batteriematerialien recycelt werden.
Angesichts des schnellen Wachstums des Markts für Elektrofahrzeuge bietet das Recycling zukünftig einen wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Zugang zu Batterierohstoffen. Die gewonnenen Metalle und das Lithium werden zur Herstellung neuer Kathodenmaterialien verwendet und ermöglichen eine Kreislaufwirtschaft für die Batterie-Wertschöpfungskette. Auch die Recyclinganlage wird im Rahmen des oben genannten BMWK-Vorhabens mit Kofinanzierung der Landesregierung gefördert.
Das Pressepapier zur Batteriezellfertigung finden Sie hier.
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Habeck besucht BASF in Schwarzheide
