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IKEA: 600 Beschäftigte aus 35 Filialen streiken

IKEA: 600 Beschäftigte aus 35 Filialen streiken

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftRund 600 Beschäftigte aus 35 IKEA-Niederlassungen kamen heute zu einer Demonstration und Streikkundgebung zur deutschen Firmenzentrale nach Hofheim-Wallau (Hessen). Manche Mitarbeiter*innen nahmen dafür stundenlange Busfahrten auf sich. Die IKEA-Beschäftigten forderten mit dem geplanten Streiktag die Firmenleitung auf, sich aufseiten der Arbeitgeber des Einzelhandels für einen raschen Tarifabschluss ohne Kaufkraftverlust einzusetzen. IKEA ist im Einzelhandel tarifgebunden.
Aufgerufen zu dem ganztägigen Streiktag hatte der Fachbereich Handel von ver.di, da bundesweit die regionalen Tarifrunden des Einzelhandels seitens der Arbeitgeber blockiert und ins Stocken geraten waren. Die Forderungen für den Einzelhandel in Hessen sind unter anderem eine Erhöhung der Stundensätze um 2,50 Euro und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 250 Euro pro Ausbildungsjahr und eine Allgemeinverbindlichkeitserkärung der Branchentarifverträge. Die Tarifforderungen von 2,50 Euro pro Stunde würden einer Erhöhung von über 14 Prozent entsprechen – eine angemessene Forderung, da Beschäftigte im Einzelhandel bundesweit unterdurchschnittlich verdienen und überproportional von der Teuerungsrate betroffen sind. Für den Tarifvertrag wird zudem eine 12-monatige Laufzeit gefordert.
Arbeitgeberangebot nicht annehmbar
Die Arbeitgeber im hessischen Einzelhandel hatten zuletzt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten sowie eine zweistufige steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von 1.000 Euro. ver.di kritisiert das Angebot der Arbeitgeber als „inakzeptabel“, es würde für die Beschäftigten einen deutlichen Kaufkraftverlust bedeuten. Die Verhandlungen sollen am 11. Juli fortgesetzt werden.

MIL OSI