Source: Verdi – Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft
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14.07.2022 – Nach der gestrigen (13. Juli 2022) zweiten Verhandlungsrunde für die rund 20.000 Beschäftigten des Lufthansa-Bodenpersonals hat ver.di ein erstes Tarifangebot der Lufthansa als «unzureichend» abgelehnt. „Dieses Angebot gleicht nicht annähernd die Inflation aus, angesichts der aktuellen Preissteigerungen würde das für die Beschäftigten einen deutlichen Reallohnverlust bedeuten“, so die ver.di-Verhandlungsführerin Christine Behle.
Die Arbeitgeber hatten am Ende des Verhandlungstages drei Varianten eines Angebotes vorgelegt, die jeweils aus Festbeträgen und einer ergebnisabhängigen Komponente (zum 1. Juli 2023) bestehen. Die Laufzeit soll in allen drei Varianten 18 Monate betragen. Die Arbeitgeber äußerten in den Verhandlungen außerdem den Wunsch nach Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Dieses Angebot ist nicht genug, findet die Verhandlungsführerin: „Die Beschäftigten brauchen dringend mehr Geld und sie brauchen Entlastung, – für sich selber und für die Passagiere.“ ver.di fordere daher neben 9,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten soll der Stundenlohn für die jeweiligen Beschäftigtengruppen mindestens 13 Euro betragen.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 3. und 4. August 2022 in Frankfurt am Main statt.
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01.07.2022 – Der erste Termin der Entgelttarifverhandlungen mit der Lufthansa am 30. Juni in Frankfurt/Main ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Verhandelt wird für rund 20.000 Beschäftigte bei der Lufthansa AG Boden, Lufthansa Technik, Lufthansa Systems, Lufthansa Technik Logistik Dienstleistungen (LTLS), Lufthansa Cargo und der Lufthansa Service Gesellschaft (LSG). Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle machte deutlich, dass die Überlastung der Beschäftigten aufgrund starken Personalmangels, die hohe Inflation und ein dreijähriger Lohnverzicht deutliche Lohnsteigerungen rechtfertigen würden. Als positiv bewertete sie, dass die Arbeitgeber eingesehen hätten, wie dringlich die Situation der Beschäftigten sei und daher vorgeschlagen hätten, den nächsten Verhandlungstermin vorzuziehen. Ursprünglich war der Termin erst für Anfang August geplant. Nun soll bereits am 13. Juli weiter verhandelt werden.
Bald/dpa-Bildfunk Chaos: Die Lufthansa streicht aus Personalmangel 900 Flüge in den Sommerferien
Berlin, 22.06.2022 – Für 20.000 Beschäftigte der Lufthansa stehen Tarifverhandlungen an. „Nach drei Jahren Lohnverzicht sind die Beschäftigten besonders hart von der hohen Inflationsrate getroffen. Deshalb gilt es jetzt mit deutlichen Lohnsteigerungen die Beschäftigten bei der Lufthansa zu halten und neue Beschäftigte mit attraktiven Gehältern zu gewinnen“, so die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Christine Behle. 9,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten – das sind die ver.di-Forderungen für die Lufthansa-Beschäftigten, die die ver.di-Konzerntarifkommission heute auf der Grundlage einer Beschäftigtenbefragung beschlossen hat.
ver.di verhandelt für die Beschäftigten bei der Lufthansa AG Boden, Lufthansa Technik, Lufthansa Systems, Lufthansa Technik Logistik Dienstleistungen (LTLS), Lufthansa Cargo und der Lufthansa Service Gesellschaft (LSG). „Die enorme Arbeitslast im Betrieb, weiter steigende Preise und ihre Beiträge in der Krise rechtfertigen eine deutliche Lohnerhöhung. Damit kann auch eine Suche nach dringend notwendigem zusätzlichen Personal erleichtert und bessere Perspektiven für die Beschäftigten erzielt werden“, sagt Behle.
Personalmangel entgegenwirken
Der Personalmangel bei den Fluggesellschaften ist extrem (siehe Bericht in der Mitgliederzeitung ver.di publik). So auch bei der Lufthansa. Mehr als ein Drittel des Personals ist hier in der Krise abgebaut worden. Diese Arbeit muss nun zum großen Teil von den verbliebenen Beschäftigten übernommen werden. Die Lufthansa habe mit diesem drastischen Personalabbau am Boden dafür gesorgt, dass der Verkehr beim Hochfahren des Luftverkehrs jetzt nicht mehr ordentlich aufrechterhalten werden kann, betont Behle. „Die Zeche dafür zahlen die Passagiere, vor allen Dingen aber die Beschäftigten, die täglich dem Ärger der Passagiere ausgesetzt sind. Die Belastungen sind extrem hoch und viele denken darüber nach, den Luftverkehr dauerhaft zu verlassen.“ Das müsse verhindert und die Situation deutlich verbessert werden.
Neben der Forderung der Konzerntarifkommission nach einer Erhöhung der Vergütungen um 9,5 Prozent, mindestens aber um 350 Euro, soll der Stundenlohn für die jeweiligen Beschäftigtengruppen mindestens 13 Euro betragen. Zurzeit gibt es bei der LTLS und der Lufthansa Cargo noch Stundenlöhne unter 12 Euro. Es gilt zudem, auch nach der Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro, einen tariflichen Abstand zum Mindestlohn zu vereinbaren.
Die erste Verhandlungsrunde mit der Lufthansa findet am 30. Juni 2022 in Frankfurt/Main statt.
