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BMLEH ermöglicht Krisendestillation für deutsche Weinbaugebiete

BMLEH ermöglicht Krisendestillation für deutsche Weinbaugebiete

Source: Bundesministerium fur Ernährung und LandwirtschaftErschienen am 04. Sept. 2026 im Format Pressemitteilung Nr. 71/2026

Rainer: Reduziertes Angebot stabilisiert die Einkommen der Winzer

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ermöglicht Winzerinnen und Winzern in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eine zeitlich befristete Krisendestillation. Damit soll einem Überangebot an Wein entgegengewirkt werden. Die Maßnahme ist für die Weinbaugebiete Württemberg und Rheinhessen vorgesehen. Die Europäische Union stellt dafür Mittel von insgesamt 14,16 Millionen Euro zur Verfügung.

Dazu sagt Bundesminister Alois Rainer: “Der Weinbau in Deutschland ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und prägt die Landschaft vieler Regionen. Unsere Weinbaubetriebe stehen allerdings vor zahlreichen Herausforderungen. Wir unterstützen sie, wo wir können. Durch eine zeitlich befristete Krisendestillation in zwei Weinbaugebieten entlasten wir den Markt und stabilisieren damit die Einkommen vieler Winzerinnen und Winzer. Ich danke EU-Kommissar Christophe Hansen, dass er diese Notfallmaßnahme möglich macht.” 
Hohe Produktionsmengen, ein sich veränderndes Konsumverhalten und der Klimawandel setzen den deutschen und europäischen Weinbau unter Druck. Bundesregierung und EU haben eine ganze Reihe von Maßnahmen erarbeitet. So hat das BMLEH mit der Umsetzung des EU-Weinpakets bürokratische Auflagen auf das notwendige Maß reduziert, beispielsweise bei den Anbauregelungen für Wein oder den Melde- und Buchführungspflichten. Zudem wurden die Bedingungen bei der Herstellung und Kennzeichnung von Weinen verbessert. Darüber hinaus unterstützt das BMLEH eine Weininformationsoffensive mit 1 Million Euro. 
Für eine Krisendestillation braucht es die Zustimmung der Europäischen Union: Über eine so genannte Delegierte Verordnung werden die EU-Gelder aus der Agrarreserve bereitgestellt. Bundesminister Rainer hatte sich persönlich bei EU-Kommissar Hansen für die Finanzmittel eingesetzt. Das BMLEH schafft mit einer Eilverordnung nun die Grundlage für die Durchführung der Krisendestillation, die bis 1. April 2027 abgeschlossen sein muss. 
Hintergrund:
Bei der Krisendestillation wird Wein zu Industriealkohol verarbeitet. Damit könnten dann Reinigungs- oder Desinfektionsmittel hergestellt werden. Zuletzt war eine Krisendestillation 2023 in Deutschland ermöglicht worden, damals nur in Baden-Württemberg. Auf europäischer Ebene wurde in diesem Jahr auch Frankreich eine Unterstützung in Höhe von 40 Millionen Euro für eine befristete außergewöhnliche Krisendestillationsmaßnahme gewährt.
Erschienen am 04. Sept. 2026 im Format Pressemitteilung

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