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Erste Einblicke in die Produktion: BMW Group Werk Woodruff montiert die Hochvoltbatterien für den neuen BMW iX5

Erste Einblicke in die Produktion: BMW Group Werk Woodruff montiert die Hochvoltbatterien für den neuen BMW iX5

Source: BMW GroupWoodruff, South Carolina, USA. Im Dezember startet das neue BMW Group Werk Woodruff die Serienproduktion der Hochvoltbatterien für den neuen, vollelektrischen BMW iX5. Im Rahmen seiner Weltpremiere gab das Unternehmen Einblicke in die hochmoderne Fertigung. Mit KI-gestützten Produktionsprozessen, digitalen Zwillingen und Virtual-Reality-Anwendungen setzt das neue Werk Industriestandards bei der Montage von Hochvoltbatterien.
Standort stärkt Elektromobilität in den USA und Präsenz in South Carolina
„Das Werk Woodruff ist ein entscheidender Baustein für den Hochlauf der Elektromobilität in den USA“, sagt Raymond Wittmann, Produktionsvorstand der BMW AG. „Mit unserer Gen6-Hochvoltbatterie machen wir nicht nur technologisch einen großen Sprung – wir setzen auch in der Produktion neue Maßstäbe.
In Woodruff verbinden wir modernste Prozesse, Künstliche Intelligenz und die Expertise unserer Mitarbeitenden zu einer effizienten Fertigung, die konsequent auf höchste Qualität ausgelegt ist.“
Robert Engelhorn, Präsident und Geschäftsführer der BMW Manufacturing Co., LLC in Spartanburg, sagt: „Mit dem Werk Woodruff bauen wir unsere Präsenz in South Carolina weiter aus und verstärken die enge Verzahnung von Batterie- und Fahrzeugproduktion. Damit schaffen wir ideale Voraussetzungen für die nächste Generation vollelektrischer BMW X Modelle aus dem Werk Spartanburg.“
Intelligente Produktion für maximale Qualität
Für die inhouse entwickelte Hochvoltbatterie der sechsten Generation (Gen6) hat die BMW Group hochmoderne, intelligente und leistungsfähige Produktionsprozesse geschaffen. Die neuen zylindrischen Rundzellen werden nach dem Prinzip „Cell-to-Pack“ direkt in die Hochvoltbatterie integriert. Sämtliche Produktionsschritte werden lückenlos inline überwacht und in Echtzeit umfassend dokumentiert. Eigens entwickelte KI-Assistenten und -Agenten analysieren diese Daten und sorgen zusammen mit mehr als 300 Mitarbeitenden und 250 Robotern im Werk Woodruff für eine Null-Fehler-Batterieproduktion. Gleichzeitig steigert der umfangreiche Einsatz Künstlicher Intelligenzdie Gesamtanlageneffektivität (OEE) in der Fertigung. Bereits weit vor Inbetriebnahme erleichterten digitale Zwillinge der Fertigung und Virtual-Reality-Anwendungen die Planung und Qualifizierung.
Training in der virtuellen Fabrik
Im Werk Woodruff absolvieren alle Mitarbeitenden der Fertigung ein vor Ort entwickeltes VR-Training. In einer virtuellen Fabrik können sie die Abläufe der realen Produktion realitätsnah üben. Der virtuelle Raum bildet die Fertigungslinien des Werks exakt und detailgetreu ab. Benötigt werden dabei nur eine VR-Brille und ein PC. Durch das Training werden Prozessverständnis und Sicherheit bei der Anlagenbedienung bereits aufgebaut, bevor es zum ersten Mal an die echten Produktionsanlagen geht.
Nur drei Jahre von Baubeginn bis Serienfertigung
Nach dem feierlichen Spatenstich im Juni 2023 begann im September 2023 der Bau des neuen Werks. Ab September 2024 startete – noch in der Bauphase – der Aufbau der Produktionsanlagen. Seit Sommer 2025 wird die Produktion vorbereitet. Seither laufen erste Test- und Vorserienbatterien vom Band. Der Serienstart ist für Dezember 2026 vorgesehen. „Mit unserem Werk Woodruff beweisen wir, wie schnell wir ein neues Batteriekonzept industriell skalieren können“, sagt Rich Everly, Leiter der Produktion im BMW Group Werk Woodruff. „Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus einem kompetenten und engagierten Team sowie dem kontinuierlichen Erfahrungsaustausch im Produktionsnetzwerk.“
Gen6-Batteriezellen mit reduziertem CO₂e-Fußabdruck
In den Gen6-Batteriezellen der Hochvoltbatterie im BMW iX5 kommt ein hoher Anteil an Sekundärmaterialien für Kobalt, Lithium und Nickel zum Einsatz. Auch bei der Herstellung der Anoden- und Kathodenmaterialien sowie in der Zellfertigung werden erneuerbare Energien genutzt. Im Vergleich zur Gen5-Zelle des BMW iX konnte der CO₂e-Ausstoß pro Wattstunde um rund 28 Prozent gesenkt werden. Das Werk Woodruff kommt im Normalbetrieb vollständig ohne fossile Brennstoffe aus. Die Flurförderzeuge am Standort tanken Wasserstoff.
Globale Produktionsstrategie: Local for Local
Die Montage der Gen6-Hochvoltbatterien erfolgt in fünf neuen Produktionsstätten, die die BMW Group nach dem Prinzip „Local for Local“ nah an ihren Fahrzeugwerken errichtet. So entstehen neben Woodruff auch in Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern), Shenyang (China) und San Luis Potosí (Mexiko) hochmoderne Montagewerke für Hochvoltbatterien. Im ungarischen Debrecen werden bereits seit Oktober 2025 Hochvoltbatterien der neuesten Generation in Serie gefertigt. Der Ansatz „Local for Local“ stärkt regionale Infrastrukturen sowie bestehende Standorte und sichert somit Arbeitsplätze. Das globale Produktionsnetzwerk für Hochvoltbatterien profitiert von der engen Zusammenarbeit zwischen den deutschen Pilot- und den weltweiten Serienwerken.
So baut die BMW Group ihre Gen6-Hochvoltbatterien 
Die BMW Group bezieht die Batteriezellen für ihre Hochvoltbatterien von führenden Zellherstellern. Dabei gelten höchste technische Anforderungen. Beim Wareneingang werden zusätzliche Messungen, wie etwa der Spannung, durchgeführt. Es folgt die Bildung sogenannter Zellcluster, bei der die Batteriezellen mit Kühlern verbunden werden. Dieser Schritt sorgt für eine optimale Isolation und Kühlung der Zellen. Zellcluster und Zellkontaktiersystem werden per Laser gereinigt und punktgenau verschweißt. Eine lückenlose Inline-Prüfung überwacht jede Schweißnaht in Echtzeit. Ein innovativer Foaming-Prozess sorgt nun dafür, dass alle Elemente zu einer mechanischen Einheit werden und geschützt sind. Der gehärtete Schaum garantiert Sicherheit, Stabilität und Langlebigkeit der Hochvoltbatterie. Anschließend wird das Gehäuse geschlossen, abgedichtet und vernietet. Im letzten Montageschritt wird der Energy Master – die zentrale Steuereinheit – auf der Hochvoltbatterie verbaut. Für die Abdichtung der Hochvoltbatterie kommt ein dauerelastischer Dichtkleber zum Einsatz. Zum Abschluss durchlaufen alle Hochvoltbatterien eine 100-prozentige End-of-Line-Prüfung. Von Woodruff aus machen sich die Hochvoltbatterien dann auf den Weg in das nur 15 Meilen entfernte Werk Spartanburg.
Die Hochvoltbatterie des BMW iX5: 800 Volt und hoher Energiegehalt
Der erste batterieelektrische BMW iX5 setzt auf die sechste Generation der BMW eDrive Technologie mit Rundzellen und 800-Volt-Technologie. Mit einem nutzbaren Energiegehalt von 144 kWh in US und 141 kWh in EU (netto) verfügt der BMW iX5 60 xDrive über die bislang größte Hochvoltbatterie eines vollelektrischen BMW Modells. Für den Vortrieb sorgen je eine E-Maschine an der Vorder- und an der Hinterachse und der elektrische BMW xDrive Allradantrieb.

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