Source: Bundesministerium fur Ernährung und LandwirtschaftErschienen am 22. Juli 2026 im Format Pressemitteilung Nr. 64/2026
Rainer: Rückenwind für den Agrar-Innovationsstandort Deutschland
Das Bundeskabinett hat heute die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) vorgelegte Start-up- und Scale-up-Strategie der Bundesregierung verabschiedet. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat darin Fördermaßnahmen für agrarnahe Start-ups verankert und sieht die ressortübergreifende Start-up- und Scale-up-Strategie als wichtigen Impulsgeber für Gründung, Wachstum und Skalierung innovativer Unternehmen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft.
Dazu sagt Bundesminister Alois Rainer: “In der Landwirtschaft gehen Tradition, Innovationsgeist und Verantwortung Hand in Hand: Kluge Köpfe bringen zahlreiche beeindruckende innovative Lösungen auf den Acker oder in den Stall – ob für effizientere Produktionsverfahren und neue Wertschöpfungsketten, mehr digitale Lösungen oder für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Mit ihren Ideen und ihrem Engagement leisten Gründerinnen und Gründer einen wichtigen Beitrag zur Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit unserer Agrar- und Ernährungswirtschaft. Mit der Start-up- und Scale-up-Strategie der Bundesregierung geben wir auch dem Agrar-Innovationsstandort Deutschland noch mehr Rückenwind. Gemeinsam machen wir Innovationen möglich.”
In die Start-up- und Scale-up-Strategie der Bundesregierung hat das BMLEH Maßnahmen zur Förderung agrarnaher Start-ups eingebracht. Der Agrarsektor ist von Besonderheiten wie biologischen Prozessen, saisonalem Angebot und längeren Test- und Entwicklungszeiten geprägt. Daher können agrarnahe Start-ups vielfach kein schnelles Wachstum generieren und sehen sich mit entsprechend erschwerten Finanzierungsbedingungen konfrontiert. Gezielte Maßnahmen sind hier besonders wichtig. So investiert die Landwirtschaftliche Rentenbank seit 2022 kontinuierlich in spezialisierte Venture-Capital-Fonds im AgTech- und FoodTech-Bereich. Zudem wird die BMLEH-Start-up-Förderung über die Landwirtschaftliche Rentenbank fortgesetzt und optimiert, durch die agrarnahe Start-ups Nachrangdarlehen in Höhe von bis zu 800.000 Euro sowie Innovationsgutscheine für Beratungs- oder Schulungsmaßnahmen erhalten. Hier sind bürokratische Entlastungen für die Start-ups und die Bewilligungsstelle geplant. Über die seit 2021 laufende BMLEH-Start-up-Förderung wurden bereits 36 Unternehmen mit insgesamt 23,2 Millionen Euro Darlehen und 1,1 Millionen Euro für Innovationsgutscheine gefördert. Weiterentwickelt wird auch die sogenannte Growth Alliance. Im Auftrag des BMLEH soll das Accelerator-Programm der Landwirtschaftlichen Rentenbank 2026 neu ausgeschrieben werden, um agrarnahe Start-ups unter anderem durch Mentoring und Beratung bei Markteintritt und Investorensuche zu unterstützen sowie durch Netzwerk-, Veranstaltungs- und Partnerschaftsformate zu begleiten.
Hintergrund:
Die Start-up- und Scale-up-Strategie der Bundesregierung umfasst rund 150 ressortübergreifende Maßnahmen in den acht Handlungsfeldern Finanzierung, Bildung/Ausgründungen/Transfer, Sicherheit und Verteidigung, Bürokratierückbau, Vergabe und Wettbewerb, Fachkräfte, Kooperationen, Internationalisierung und Vernetzung. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen zu verbessern – von der Gründung über die Wachstumsphase bis hin zur internationalen Skalierung. Weitere Informationen zur Start-up- und Scale-up-Strategie der Bundesregierung finden Sie hier.
Erschienen am 22. Juli 2026 im Format Pressemitteilung
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