Source: Bund fur Umwelt und Naturschutz Deutschland„Mit diesem Gesetz schützt die Regierung die Natur und unsere natürlichen Lebensgrundlagen nicht ausreichend. Dabei hätte es ein dringend benötigter Schritt für den Naturschutz sein können. Von dem als Gegenstück zum sogenannten Infrastrukturzukunftsgesetz geplanten Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur ist aber nicht mehr als Stückwerk übrig geblieben. Die Bundesregierung macht damit deutlich: Der Naturschutz ist für sie nur noch ein Anliegen zweiter Klasse.
Beschleunigungen beim Bau von Bundesstraßen und Autobahnen dürfen nicht auf Kosten unserer grün-blauen Lebensadern gehen. Doch genau das passiert: Ökosysteme werden geopfert, während Artensterben und Klimakrise sich verschärfen. Wir rufen Bund und Länder auf, sich für unsere natürliche Lebensgrundlage einzusetzen. Wenn jetzt nicht nachgebessert wird, dann werden wir einen hohen Preis für die Bau-Beschleunigung zahlen.
Wir brauchen ein ambitioniertes Gesetz, das Naturschutz endlich gleichberechtigt neben Wirtschaft und Verkehr stellt. Sonst bleibt am Ende nur eine Landschaft aus Beton und eine Gesellschaft, die ihre eigene Lebensgrundlage zerstört.“
Hintergrund:
Während überall in Deutschland neue Autobahnen, Bundesstraßen und Bauprojekte Vorfahrt unter anderem durch das Infrastruktur-Zukunfts-Gesetz bekommen, die die Natur ungebremst zerstören und zerschneiden dürfen, wird zu wenig dafür getan diese Eingriffe in unsere natürlichen Lebensgrundlagen entsprechend wieder auszugleichen.
Unsere Wälder, Wiesen und Flüsse dürfen kein Verhandlungsgegenstand sein, sondern sind ein Grundrecht für uns und zukünftige Generationen. Der BUND fordert:
Eine wirkliche Stärkung der natürlichen Infrastruktur sowie die effektive Verwendung von Fördermitteln und Mitteln aus der Ersatzgeldzahlung für einen landesweiten Biotopverbund.
Eine ortsnahe Kompensation im betroffenen Naturraum.
Unterstützung der Bundesländer für die Bewältigung der ökologischen Belastungen durch das Infrastrukturzukunftsgesetz.
Mehr Informationen:
Kontakt:
Christian Hönig, Abteilungsleiter Biodiversität beim BUND, Tel.: +49 30 27586-340, Mobil: +49 176 45926597, christian.hoenig(at)bund.net
Caroline Lamps, Leitung Naturschutzpolitik, Tel.: + 4930 27586-234, caroline.lamps(at)bund.net
BUND-Pressestelle: Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Clara Billen | Lara DalbudakTel.: +49 30 27586-497 | -531 | -464 | -425presse(at)bund.net
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