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BUND: Letzte Chance für Schutz von Nord- und Ostsee

BUND: Letzte Chance für Schutz von Nord- und Ostsee

Source: Bund fur Umwelt und Naturschutz DeutschlandTaylor: „Diese Bundesregierung ist die letzte, die sicherstellen kann, dass Deutschland die marinen Naturschutzziele von EU und Vereinten Nationen bis 2030 erreicht: Bis 2030 sollen zehn Prozent der Meeresfläche streng geschützt sein. Der BUND fordert angesichts der zunehmenden Industrialisierung von Nord- und Ostsee, dass jedoch mindestens die Hälfte der bestehenden Schutzgebiete frei von allen Nutzungen sein müssen. Andernfalls gehen heimische Arten und Lebensräume gänzlich verloren. Wir erwarten, dass Bund und Küstenländer innerhalb des nächsten Jahres dafür klare Flächen festlegen.“ 
Baier: „Die Industrialisierung der Ostsee wirkt sich nicht nur auf den Naturraum, sondern auch auf den Tourismus und die Fischerei massiv aus. Meeresschutz beginnt an Land, neben der Erderhitzung setzt vor allem die Überdüngung der Ostsee stark zu. Es besteht dringender Handlungsbedarf, damit das Ökosystem Ostsee nicht kippt: Massentierhaltung muss in extensive, auch tierwohlgerechtere Weidehaltung umgewandelt werden. Wasser muss in der Landschaft gehalten werden, z.B. durch Wiedervernässung von Moorböden. Die Selbstreinigung von Gewässern muss durch naturnahen Umbau ermöglicht werden. Es gibt bereits gute Beispiele, wie kürzlich vorgestellt an der Barthe. Wir brauchen jetzt mehr davon.“
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