Post

Schadholzanteil in deutschen Wäldern geht weiter zurück

Schadholzanteil in deutschen Wäldern geht weiter zurück

Source: Bundesministerium fur Ernährung und LandwirtschaftErschienen am 17. Juni 2026 im Format Pressemitteilung Nr. 52/2026

BMLEH fördert aktiven Waldumbau und Waldbewirtschaftung

In Deutschlands Wäldern ist im vergangenen Jahr weniger Kalamitätsholz – also Schadholz infolge etwa von Stürmen, Trockenheit oder Schädlingsbefall – angefallen als in den Vorjahren. Das zeigen die vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) auf Grundlage einer Länderbefragung zusammengetragen Kalamitätsholzzahlen für das Jahr 2025. Im vergangenen Jahr sind bundesweit etwa 9,7 Millionen Kubikmeter Kalamitätsholz angefallen. Das entspricht einer wiederzubewaldenden Fläche von rund 14.000 Hektar. Das BMLEH unterstützt die Stärkung der Wälder durch Förderung des aktiven Waldumbaus im Rahmen der Waldbewirtschaftung.

Im Jahr 2023 waren in Deutschland noch gut 34,8 Millionen Kubikmeter Kalamitätsholz angefallen, 2024 sank der Anteil auf etwa 23,1 Millionen Kubikmeter. Besonders bei Nadelbäumen wie der Fichte wird dieser rückläufige Trend deutlich – hier sind in den Vorjahren bereits viele der älteren Bäume abgestorben. Nach einem vielerorts sehr trockenen Frühjahr 2025 sorgten häufigere Niederschläge im Sommer dafür, dass sich der Borkenkäfer nicht so stark vermehren konnte wie in den Vorjahren. Das Schadgeschehen fiel bundesweit unterschiedlich aus. 
Ziel des BMLEH ist es, die Wälder in Deutschland durch aktive Waldbewirtschaftung umzubauen – hin zu produktiven und klimaresilienten Mischwäldern. Über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) fördert der Bund gemeinsam mit den Ländern den Erhalt, die Pflege und die Entwicklung klimaresilienter Mischwälder. Dafür stehen 2026 bis zu 100 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung – für Waldumbau, Wiederaufforstung und Jungbestandspflege. Zudem werden über das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ (KWM) zusätzliche Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen honoriert. Mehr als ein Fünftel des Privat- und Kommunalwaldes konnte darüber erreicht werden, das entspricht einer geförderten Waldfläche von knapp 1,7 Millionen Hektar. Über das Förderprogramm Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen (FPNR) fördert das BMLEH zudem Forschungsprojekte, die die Wissensgrundlagen für die Anpassung der Wälder an die Auswirkungen des Klimawandels verbessern. 
Hintergrund:
Die Kalamitätsholzzahlen stellt das BMLEH seit 2018 aus Meldungen der Länder zusammen. Ziel ist es, einen Überblick über die Dynamik des Schadgeschehens in den Wäldern zu erhalten. Zudem werden die zur Wiederaufforstung anstehenden Waldflächen abgeschätzt. 
Kalamitätsholz und dadurch wiederzubewaldende Fläche 2025 im Ländervergleich:

Länder
Kalamitätsholz in Kubikmetern
Wiederzubewaldende Fläche in Hektar

Nadelholz
Laubholz
Summe

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bund)
 206.278  
 8.961  
 215.239  
300

Baden-Württemberg
 1.600.000  
 512.000  
 2.112.000  
2.000

Bayern
 3.016.000  
 256.000  
 3.272.000  
2.600

Berlin
 12.000  
 35.000  
 47.000  
0

Brandenburg
 119.000  
 50.400  
 169.400  
600

Hamburg
0
0
 0    
0

Hessen
 580.000  
 525.000  
 1.105.000  
600

Mecklenburg-Vorpommern
 234.100
 31.600   
 265.700 
k. A.

Niedersachsen
 306.872  
 234.468  
 541.340  
1.700

Nordrhein-Westfalen
 40.000  
 100.000  
 140.000  
300

Rheinland-Pfalz
 434.000  
 51.000  
 485.000  
1.200

Saarland
 158.967  
 14.528  
 173.495  
500

Sachsen
 127.246  
 12.637  
 139.883  
100

Sachsen-Anhalt
 182.321  
 189.187  
 371.508  
1.000

Schleswig-Holstein
 26.699  
 6.548  
 33.247  
100

Thüringen
 536.029  
 65.608  
 601.637  
3.000

Deutschland
 7.579.512 
 2.092.937 
 9.672.449 
14.100

Für Bremen liegen keine Zahlen vor.
Erschienen am 17. Juni 2026 im Format Pressemitteilung

Schlagworte

MIL OSI