Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandVorbildliche Umstellung auf ökologische Landwirtschaft
Seit elf Jahren fördert der NABU gemeinsam mit Partnern den Umstieg von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft. Nun wurden 13 Bio-Betriebe mit dem Förderpreis geehrt.
Die Preisträger*innen des Förderpreises „Gemeinsam Boden gut machen“ 2026 – Foto: NABU/Sebastian Hennigs
08. Juni 2026 – Dreizehn Landwirt*innen aus acht Bundesländern sind am Sonntag, dem 7. Juni, auf dem Umweltfestival in Berlin für die vorbildliche Umstellung ihres Betriebs von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft mit dem NABU-Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ ausgezeichnet worden.
Die Betriebe bauen ihr Gemüse, Obst und Getreide nach Bio-Kriterien an, verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und halten hohe Standards bei der Tierhaltung ein.
„Mitten in der voranschreitenden Natur- und Klimakrise leisten die ausgezeichneten Landwirt*innen einen wichtigen Beitrag für unsere Böden, Artenvielfalt und Ökosysteme“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Sie zeigen vorbildlich, wie eine naturverträgliche und klimaresiliente Landwirtschaft gelingen kann. Das kann nicht hoch genug geschätzt werden.“ Der NABU unterstützt landwirtschaftliche Betriebe seit mehr als zehn Jahren beim oft herausfordernden Übergang zur biologischen Landwirtschaft.
Bereits mehr als 22.000 Hektar gefördert
Die finanzielle Unterstützung soll den Öko-Betrieben dabei helfen, die Kosten für den Umbau zu decken und die zweijährige Umstellungsphase zu überbrücken, in der sie bereits nach Bio-Kriterien wirtschaften, aber noch keine Bio-Preise erzielen.
Mit dem Projekt möchte der NABU, unterstützt durch die „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ (ABBI), REWE und weiteren Unternehmen und Stiftungen, den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland voranbringen und leistet so einen aktiven Beitrag zu Klima- und Artenschutz sowie der Verbesserung von Böden und Gewässern.
Seit Start von „Gemeinsam Boden gut machen“ im Jahr 2014 wurde die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft von mehr als 22.000 Hektar gefördert – eine Fläche, die nahezu der des halben Bodensees entspricht. Mittlerweile sind über 140 Betriebe mit einer Gesamtfördersumme von rund vier Millionen Euro unterstützt worden.
Das sind die Preisträger*innen
Betrieb / Landwirt*in
Bundesland
Bioverband
Michael Lingg
Bayern
Naturland
Katja Jost
Hessen
Naturland
Bernd und Andrea Löer
Nordrhein-Westfalen
Naturland
Kilian Busch
Nordrhein-Westfalen
Bioland
Katrin Westermann
Nordrhein-Westfalen
Naturland
Daniel Montel
Baden-Württemberg
Bioland
Andreas Henninger
Bayern
Naturland
Ernst Kopp
Sachsen-Anhalt
Naturland
Anika Holweg
Niedersachsen
Naturland
Rebekka Brunken und Christian Nordquist
Schleswig-Holstein
Bioland
Christopher Fengler
Mecklenburg-Vorpommern
BioPark
Stefanie und Peter Riegg
Bayern
Bioland
Martin Feiertag
Baden-Württemberg
Bioland
Wer ist förderfähig?
Beim Projekt „Gemeinsam Boden gut machen“ kann sich bewerben, wer seinen gesamten landwirtschaftlichen Betrieb auf ökologische Bewirtschaftung umstellt oder seinen bestehenden Öko-Betrieb um mindestens 30 Prozent erweitert. Der Betrieb muss sich einem in Deutschland ansässigen Bio-Anbauverband anschließen.
Bewerben können sich auch Betriebe, die am Hof Verarbeitung und Vermarktung betreiben – einschließlich Restauration oder Urlaub am Bauernhof. Interessierte können sich bis zum 30. Juni 2026 bewerben.
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