Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft
Wachstumsverlangsamung im ersten Quartal. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat im ersten Quartal vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten spürbar an Dynamik verloren. Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor und auch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern haben sich mit Beginn des Iran-Kriegs deutlich eingetrübt. Aktuelle Konjunkturindikatoren deuten darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal nur sehr verhalten entwickelt haben dürfte.
Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft
Außenhandel legt zuletzt zu. Die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen lagen im Vergleich zum vierten Quartal 2025 im Durchschnitt des Januar und Februar 2026 insgesamt um 2,7 Prozent im Plus. Auch die nominalen Einfuhren erhöhten sich nach dem vorangegangenen Einbruch zum Jahresbeginn wieder. Für die kommenden Monate deuten die Indikatoren allerdings auf einen erneuten Dämpfer infolge spürbar gestiegener Energiepreise und geopolitischer Unsicherheiten hin.
Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion
Industrieproduktion zu Jahresbeginn gedämpft. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe verzeichnete im Februar einen leichten Rückgang. Im Bauhauptgewerbe waren witterungsbedingte Einbußen zu beobachten. Nachdem die Industriekonjunktur im Herbst Fahrt aufgenommen hatte, kühlte sie sich im Laufe der Wintermonate etwas ab. Die weitere Entwicklung wird entscheidend vom Fortgang der Konfliktsituation im Nahen Osten abhängen.
Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt
Beschäftigungsaussichten bleiben zum Ende des ersten Quartals gedämpft. Im März stagnierte die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit abermals. Gleichzeitig nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Februar saisonbereinigt weiter leicht ab und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sank im Januar deutlich. Angesichts der weiterhin gedämpften Frühindikatoren und der konjunkturellen Risiken infolge des Kriegs im Nahen Osten ist eine Erholung des Arbeitsmarktes in der ersten Jahreshälfte nicht zu erwarten.
Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum
Konsumschwäche der privaten Haushalte. Die realen Umsätze im Einzelhandel sind im Februar erneut gesunken. Bei den PKW-Neuzulassungen durch Privatpersonen ergab sich aufgrund des schwachen Jahresstarts im ersten Quartal ein deutliches Minus. Das Stimmungsbild deutet am aktuellen Rand insgesamt auf eine spürbare Eintrübung der Konsumentwicklung im zweiten Quartal 2026 hin.
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